Viele Bürger haben die Hundehäufchen satt. Nicht nur, dass Wanderer ihre Hunde gleich am Wanderparkplatz ihr Geschäft verrichten lassen, auch die Verbindungsstraße zwischen Hiltpoltstein und Kappel ist immer öfter mit Hinterlassenschaften der Vierbeiner übersät. "Hundemeile" wird die Straße deshalb bei den Einheimischen genannt. Zudem sind die Tretminen entlang des Spielfeldrands am Sportplatz zu finden. Um diesen unschönen Vorkommnissen vorzubeugen, hat der Hiltpoltsteiner Sportverein beantragt, an der "Hundemeile" Hundetoiletten aufzustellen, wie es in anderen Gemeinden teils bereits üblich ist. Doch Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer (BFH) kennt unterschiedliche Erfahrungen anderer Gemeinden mit diesen Hundetoiletten. "Die einen Gemeinden sind der Meinung, es klappt besser, andere meinen, es gibt nur Arbeit mit den Hundetoiletten, und es führt zu nichts. Die Plastiktüten werden aus dem Spender gerupft und liegen am Weg verteilt herum", schildert die Bürgermeisterin die Erfahrungen anderer Kommunen. Die Papierkörbe müssen von den Gemeindemitarbeitern geleert werden, was sicher in der heißen Jahreszeit nicht zu den angenehmen Arbeiten gehört. Damit entstand im Gemeinderat eine wilde Diskussion, bei der die Räte ihren Unmut über das unschöne Verhalten der Hundebesitzer äußerten. Während einige Gemeinderäte dafür plädierten, für das Thema zu sensibilisieren, waren andere so verärgert, dass sie aufgebracht fragten, wozu die Leute überhaupt einen Hund bräuchten. Nach den vielen Wortäußerungen zum Thema Hundehaufen einigte sich das Gremium darauf, mit einer Hundetoilette an der "Hundemeile" ein Pilotprojekt in der Gemeinde zu starten und dann nach Erfolg oder Misserfolg weiter zu entscheiden. Das Thema Kanalisation an der B 2 (genaue Kostenberechnung) musste vertagt werden, da die Zahlen zu spät in der Verwaltung eingegangen sind. Dafür wurde entschieden, den Möchser Weg zu sanieren. Dieser Weg beginnt an der B 2 und endet am Obstversuchszentrum. Der untere Teil der Straße, ein innerörtlicher Weg, war bereits in den 60er-Jahren asphaltiert worden. "Er ist eigentlich schon zwei Mal asphaltiert", meinte die Bürgermeisterin, wenn man die vielen Reparaturarbeiten in dem Abschnitt mitzähle. Doch nun ist es wieder so weit: Der Weg weist viele Löcher auf, der Asphalt ist abgebrochen, so dass die Straße erneuert werden muss. Dieser Teil kann durch die Dorferneuerung bezuschusst werden. Der hintere Teil, ein alter Flurbereinigungsweg, wird ebenfalls saniert. Für die Anlieger an dieser Teilstrecke bedeutet es eine Ersterschließung und sie werden deshalb an den Kosten beteiligt. Auch das Landratsamt Forchheim beteiligt sich an den Kosten für den Streckenabschnitt bis zum Obstversuchszentrum.