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Neunkirchen am Brand
Marktgemeinderat

Kreis Forchheim: Neuer Bürgermeister hat deutlich verjüngten Gemeinderat

Der neue Bürgermeister von Neunkirchen am Brand, Martin Walz, appellierte in seiner Antrittsrede an die Bürger, die Arbeit der Ehrenamtlichen wertzuschätzen. Er wurde vom ältesten Gemeinderat Leonhard Mehl vereidigt.
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Der neue Bürgermeister Martin Walz bekommt die Amtskette. Foto: privat
Der neue Bürgermeister Martin Walz bekommt die Amtskette. Foto: privat
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Einen deutlich verjüngten Gemeinderat hat die Marktgemeinde Neunkirchen am Brand. Zwei der Neuen sind unter 30 und etliche unter 40 Jahre alt. Der neue Bürgermeister Martin Walz (CSU) sieht das positiv. Es war aber dem ältesten Gemeinderat vorbehalten, den neuen Bürgermeister zu vereidigen. Das ist Leonhard Mehl (SPD). Eine bewegende Rede hatte Mehl vorbereitet. Darin erzählte er als ältester Rat von seinen Erfahrungen und wünschte sich eine konstruktive Arbeit, eine sachliche Zusammenarbeit. Denn in der Gemeindepolitik gehe es nicht um die große Politik, sondern um regionale Themen. Leo Mehl appellierte deshalb, keine ideologische Politik zu betreiben, sondern die relevanten Themen vor Ort sachlich zu diskutieren. Dann legte er Martin Walz die Amtskette um. Der neue, mit großer Mehrheit gewählte Bürgermeister Walz dankte seinem Vorgänger Heinz Richter (FW) und den Gemeinderäten für die geleistete Arbeit. "Die Gemeinderäte sind im Ehrenamt und in ihrer Freizeit tätig, um sich um die Dinge zu kümmern, die in Neunkirchen passieren. Es geht oft auch um Kleinigkeiten, die oft niemanden interessieren", meinte Walz und appellierte mit seiner Dankesrede, das Ehrenamt und die Projekte wertzuschätzen. Dieses Ehrenamt sei für ihn sehr wichtig.

Neue Räte vereidigt

Anschließend vereidigte er die zehn neuen Räte im 20-köpfigen Gremium. Das sind Christian Braun (FW), Thomas Diercks (ÜWG), Stefan Dobler (FW), Franz-Josef Grau (CSU), Laura Grau (CSU), Helmut Heid (CSU), Florian Hofmann (FW), Werner Kruckow (Grüne), Raphael Naber (Grüne) und Mirjam Novak (Grüne). Anschließend galt es, Martin Walz' Stellvertreter zu wählen. Einstimmig wurde Martin Mehl zum Zweiten Bürgermeister gewählt.

Drei Kandidaten

Aus drei Kandidaten bestand die Wahl zum Dritten Bürgermeister. Neben Ute Löffler (ÜWG) waren Bettina Wittmann (Grüne) und Florian Hofmann (FW) vorgeschlagen worden. Mit zwölf Stimmen wurde Ute Löffler zur Dritten Bürgermeisterin gewählt. Kaum Vorschläge hingegen gingen ein, als der Vorsitzende für den Rechnungsprüfungsausschuss ernannt werden sollte. Letztendlich wurde dann Thomas Siebenhaar (CSU) genannt und auch zum Vorsitzenden bestimmt.

Vollgremium statt Ferienausschuss

Die konstituierende Sitzung war die erste Sitzung in Corona-Zeiten, an der das gesamte Gremium teilnahm. Wie es künftig weitergehen soll, war die Frage, mit der sich die neuen Räte in ihrer ersten Sitzung gleich beschäftigen mussten. Die neuen Gemeinderäte müssen sich in ihre Aufgaben und die Themen erst richtig einfinden. Ein Ferienausschuss, bei dem viele der neuen Gemeinderäte nicht teilnehmen würden, wurde deshalb nicht als zielführend betrachtet. Der Neunkirchener Gemeinderat wird deshalb im Vollgremium tagen, fast wie zu normalen Bedingungen, und wird sich auch nicht auf ein Minimum der notwendigsten Aufgaben beschränken. Es werden komplette Sitzungen, aber mit Sicherheitsmaßnahmen und Abstandsregelungen. Somit finden sie nicht im Sitzungssaal des Rathauses, sondern vorerst weiterhin in der Grundschulturnhalle statt.