Sie arbeiten Tag und Nacht. Zwischen 150 und 190 Arbeiter sorgen dafür, dass der Zeitplan für den Ausbau der ICE-Strecke im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit durch Forchheim eingehalten wird.

Am Bahnhofsgelände nimmt die neue Unterführung bereits Gestalt an. Das Baustahl-Gitter für die beiden Aufzüge an der Ost- und Westseite des Tunnels sind schon zu sehen. Im Moment werden die seitlichen Stützwände für die Unterführung errichtet. Auch der Unterbau für die Treppen, über die Bahnreise zu den Mittelbahnsteigen gelangen, sind fertig. Sie liegen aber noch unter einer blauen Schutzfolie verborgen.

Die Wiesent wird mit insgesamt 16 Betonträgern überbaut. Die jeweils rund 40 Tonnen schweren Kolosse werden auf die Fundamente gelegt. Darauf kommt der Schotter. Denn in zwei Wochen sollen die Gleisbau-Arbeiten beginnen.


Über die Trubbach

Da muss auch die auf das Doppelte verbreiterte Brücke über die Trubbach fertig sein. Dort wird auf die Stahlgitter der Fertigbeton aufgetragen. Eine logistische Meisterleistung: Denn es dürfen maximal 45 Minuten vergehen, bis der nächste Betonmischer entladen wird. "Sonst verbindet sich der Beton nicht", erklärt einer der Arbeiter. Für die Decke wurden allein an einem Tag 700 Tonnen Beton benötigt.

Weiter im Süden bis zum Bahnhof Kersbach sind große Bohrmaschinen im Einsatz. Sie bereiten die sieben bis acht Meter tiefen Fundamente für die Masten und Signalanlagen vor.


Mit Mundschutz

Die Pfeiler der Fußgängerbrücke bei den Stadtwerken wurden mit einem Anprallschutz versehen. "Eine Konsequenz aus dem Zugunglück von Herrhausen", erklärt der Bauleiter. Ein paar Meter weiter hinterfüllen Arbeiter die Stützwand auf der Ostseite der Gleise mit Spritzbeton. Wegen des gefährlichen feinen Betonstaubes ist dabei Mundschutz Pflicht.