Die Klinik Fränkische Schweiz (KFS) hat als eine der ersten Krankenhäuser in Deutschland einem Patienten das kleinste EKG der Welt implantiert. Hunderttausende in Deutschland leiden an Herzrhythmusstörungen.
Bemerkbar macht sich dies unter anderem durch Herzstolpern, kurzfristige Aussetzer oder auch starkes Herzrasen, Müdigkeit, Luftnot bis hin zur Ohnmacht.

Die normale Herzschlagfolge ist gestört, das Herz gerät außer Takt. Einige Formen sind harmlos, andere hingegen können lebensbedrohlich sein. Vorhofflimmern ist eine Rhythmusstörung der Herzvorhöfe. Wird es nicht erkannt und behandelt, droht ein Schlaganfall. Diese sogenannten Arrhythmien treten leider meist unregelmäßig auf oder auch in großen zeitlichen Abständen.

Drahtlose Überwachung

Ein Langzeit-EKG zeigt dann auch keine Auffälligkeiten an, eine Diagnose ist schwer. Nun hat die KFS in Ebermannstadt als erstes Krankenhaus in der Region einem Patienten einen Miniherzmotor zur Langzeitüberwachung eingesetzt. Dieses Mini-EKG ermöglicht es, über Jahre hinweg den Patienten kontinuierlich und drahtlos zu überwachen.

Tritt eine Irritation oder Störung des Herzens auf, kann der Arzt nun schneller als bisher eine Diagnose stellen und eine adäquate Therapie einleiten. Das sagt Chefarzt Dr. Samir Murad, der Herzmonitor seinem Patienten eingesetzt hat.

Das Gerät ist nur etwa ein Drittel so groß wie eine herkömmliche Batterie. Und sie ist um mehr als 80 Prozent kleiner als andere implantierbare EKG-Geräte.

Das alles ermöglicht den Patienten, auch mit dem eingesetzen Monitor ein ganz normales Leben führen. Drei Jahre lang können die Ärzte ununterbrochen das Herz ihrer Patienten überwachen. Es benachrichtigt auch den Arzt automatisch, wenn beim Patienten zwischen zwei regulären Arztterminen bedeutsame kardiale Ereignisse auftreten. Mit einem kleinen Schnitt von weniger als einem Zentimeter in den oberen linken Brustbereich bringt der Implanteur das kleine drahtlose EKG direkt unter der Haut ein. "Der Herzmonitor wird in einem minimalinvasiven Verfahren eingesetzt" , sagt Dr. Murad.