Schon vor dem Eingang war ein roter Teppich ausgerollt. Sicherheitskräfte bewachten die Hauptdarsteller, die sich zur Preisverleihung in der Gräfenberger Realschule eingefunden hatten. Lange war nicht bekannt, wer zu den Abräumern des Abends gehören sollte.

"Ihr seid die Stars an der Schule. Oft habt ihr auch Rückschläge hinnehmen müssen, um zu diesen Stars zu werden", lobt zweiter Konrektor Jürgen Kemeth. Dass zahlreiche Ehrengäste unter den Zuschauern waren, untermauert den Respekt, der den Absolventen entgegengebracht wurde. So waren MdL Michael Hofmann (CSU), der stellvertretende Landrat Otto Siebenhaar (FW), Gräfenbergs Zweiter Bürgermeisterin Sylvia Hofmann (FW) und Pfarrer Andreas Hornung unter den Gästen.

Die Moderation lag in den Händen von Sandra Müller, Ines Pampel, Marco Messinger und Schülersprecher Firat Kök.
Souverän und spritzig ließ der Absolvent Marco Schmidt die vergangen Schuljahre Revue passieren.
Am Ende kam er zum Schluss, dass die Zeit in der Gräfenberger Realschule doch einigermaßen cool gewesen sei. Er hob die Menschen hervor, die dem Wort "Schule" seine eigentliche Bedeutung geben , und erinnerte sich an Exkursionen und Klassenfahrten. Wehmut zog da auf, auf Seiten der Schüler und der auch der Lehrer.

Steigende Spannung

Schon allein, dass die gesamte Festorganisation in Schülerhänden lag, zeigt, welche Reife und Fähigkeiten sich die Schüler in Gräfenberg angeeignet haben.

Dann war es endlich so weit. Die Zeugnisverteilung stand an. Noch einmal standen die Zehntklässler im Rampenlicht. Sie gingen auf der Bühne aufgeregt ihrem Konrektor Klaus Vogler und den jeweiligen Klassenleitern entgegen, um aus deren Händen das hart erarbeitete Reifezeugnis in Empfang zu nehmen. "Von 111 Schülern haben 75 die Zwei vor dem Komma, und 22 Schüler die Eins vor dem Komma", bilanzierte Rektorin Gertrud Eismann, bevor sie die fünf Besten nochmals zu sich auf die Bühne holte.

Die fünf Besten

Zur Schulbesten hat es Kerstin Potzner mit einem Schnitt von 1,0 gebracht. Chiara Merkl machte ihren Abschluss mit der Note 1,08 und Jonas Müller erreichte den Schnitt 1,27. Lea Schütz schloss mit 1,36 und Lisa Strauß mit 1,45 ab.

Die Spannung hatte sich gelöst. Ausgelassen standen die Schüler zusammen. Jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt, für den sie in Gräfenberg allerdings ein gutes Rüstzeug bekommen haben.