Mit dem Beginn des neuen Schuljahres richtet sich der Blick der Gräfenberger Stadtverwaltung wieder auf die Beförderung der Schüler. Und damit auf den Schulbusbahnhof am Schulzentrum.
Wenn dort zu Beginn und Ende der Unterrichtszeit die Busse kommen und hintereinander halten, stehen die letzten Busse schon in der Kasberger Straße. Dementsprechend stehen dort auch die Schüler, die mit den betreffenden Bussen fahren wollen.

Ohne jeden Schutz

Bushäuschen fehlen dort ebenso. Das zwingt die Schüler, selbst bei Wind und Wetter ungeschützt zu verharren.
Und auch die Busunternehmen leiden bisweilen darunter, weil die Kinder dann Dreck und Schlamm mit in ihre Busse bringen. Links von der momentanen Haltesstelle befinden sich die Lehrerparkplätze und auch die Container des Wertstoffhofs der Stadt stehen auf dem Gelände.


Das alles hat der Forchheimer Landratsamt unlängst als mehr zeitgemäß bezeichnet. Inzwischen hat das Amt dem Gräfenberger Stadtrat ein neues Konzept vorgestellt. Die vorgeschlagenen Änderungen des Busbahnhofs würde rund 550.000 Euro kosten.

50 Prozent könnte die Stadt durch Zuschüsse abdecken. Die notwendigen Anträge hat sie inzwischen auch schon gestellt. Im Schulzentrum sind die Realschule und die Hauptschule untergebracht. Für erste ist der Freistaat als Träger engagiert, für die Hauptschule ist die Stadt selbst zuständig. Das Konzept des Landratsamts soll die jetzige Situation entzerren. So sollen die Schüler künftig nicht mehr an der einen unbefestigten Seite aussteigen, sondern in einem Bogen weitergeführt auch an der gegenüberliegenden Seite.

Sinkende Schülerzahlen

Einige Bushäuschen entlang der vorgesehenen Bushalteplätzen würden den Schülern zudem endlich Schutz vor Wind und Wetter bieten. Gepflasterte Wege sorgen für trockene Schuhe und Sicherheit.
Rentate Krause (FW), die selbst jahrzehntelang als Lehrerin dort den Parkplatz genutzt hat, kennt das Problem. Die geplante Neugestaltung hält sie allerdings für problematisch, da dann noch mehr Schüler die Parkplätze queren würden. Werner Wolf (FW) zog in Zweifel, ob sich der große Aufwand überhaupt noch lohnt. Er argumentierte in diesem Zusammenhang mit den sinkenden Schülerzahlen. Heute besuchen nur noch 650 Real- und 200 Hauptschüler das Schulzentrum.

Heiko Kracker (GBL) hat zwar Bedenken wegen der Haltestellen am angrenzenden Grundstück, das als Friedhof vorgesehen ist. Grundsätzlich glaubt er aber, dass die Pläne das Schulzentrum aufwerten: "Der Schulstandort wird dadurch gesichert und aufgewertet", sagte Kracker. Die Neugestaltung ist ausschließlich Sache des Landkreises. Weil sie sich allerdings an den Kosten beteiligen muss, will die Stadt aber ihre Bedenken als Anmerkung einbringen.