Das Jugendzentrum in Gräfenberg muss auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt werden. Deshalb wird auch eine Nutzungsänderung notwendig. Renate Krause (FW) machte ihrem Unbehagen darüber Luft, dass die Jugendlichen die Räume nicht nutzen können: "Es ist wichtig, die jungen Leute von der Elektronik und den digitalen Medien wegzubringen", sagte Krause.

Vor gut einem Jahr hatte das Forchheimer Landratsamt dem Jugendzentrum die Genehmigung entzogen. Hintergrund war unter anderem ein nach Ansicht des Amts nicht ausreichender Brandschutz. Seitdem trafen sich die Gräfenberger Jugendlichen bei der Skaterbahn.

Dem Stadtrat war es ein Anliegen, die notwendigen Schritte so schnell wie möglich einzuleiten, damit die Räume wieder von den Jugendlichen genutzt werden könnten. Deshalb landete das Thema laut Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla (SPD) auch schon jetzt auf der Tagesordnung.
Die Anschaffung von Brand- und Rauchmelder sowie die Beleuchtung des Notausgangs gelten als die wichtigsten Maßnahmen. Nach ersten Gesprächen mit dem Eigentümer würde dieser sich auch finanziell an den erforderlichen Maßnahmen beteiligen.

Planung für 2015

Um Geld ging es auch bei der Freigabe der nächsten Baumaßnahmen zur Dorferneuerung in Sollenberg und Lilling. Michael Ullwer vom Amt für ländliche Entwicklung würde gern die Planung für 2015 übernehmen, informierte Nekolla.

Einen finanziellen Überblick legte dazu Kämmerer Ernst Steinlein vor. Die Eigenbeteiligung der Stadt lag bisher bei 323 000 Euro, was sich aber durch die Kosten für Beratungen bezüglich Abmarkung und Vermessung sowie die Projektplanung auf 393 000 Euro erhöhe. Der Regenwasserkanal in Lilling, der laufende Betrieb und die Objektplanung waren auch nicht erfasst. Zwischen der Planung im Jahr 2013 und dem Ist-Zustand liegen Mehrkosten in Höhe von 90 000 Euro. Am Ende einer Diskussion entschieden sich die Stadträte auch dafür, die bereits geplanten 240 000 Euro für die Dorfstraße in Sollenberg und den Dorfplatz Lilling freizugeben.

Es hat sich einiges verändert

So sachlich wie die Stimmung bei den Beratungen und Beschlussfassungen ist, so besinnlich und feierlich fand die Weihnachtssitzung ihren Abschluss. Franziska Kasch spielte einige klassische Stücke und auch ein Weihnachtslied auf dem Flügel im Sitzungssaal des historischen Rathauses. Tradition ist es, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, auf die erfolgreichen Projekte nochmals einzugehen, aber auch, wenn eine Realisierung nicht gelungen sei. In seiner Jahresabschlussrede ging Bürgermeister Nekolla auf die Kommunalwahl zurück, die doch auch eine sichtbare Veränderung im Stadtrat bewirkte. Neue Stadträte wurden vereidigt und mit dem neuen Gremium doch etliche Maßnahmen umgesetzt.

Mit der Kinderkrippe in Thuisbrunn, die im Mai in Betrieb genommen wurde, erfüllt die Stadt alle gesetzlichen Vorgaben der Betreuungsplätze. Die Kostenrechnungen wurden hier präzise eingehalten, wie das Stadtoberhaupt betont.