Der S-Bahn Haltepunkt Forchheim-Nord rückt in greifbare Nähe. "Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) erkennt die vom Landratsamt prognostizierten Zahlen für den S-Bahn-Halt Forchheim-Nord an. Die tausend prognostizierten Ein- und Aussteiger reichten aus, um in die weitere Planung gehen zu können", ließ MdL Michael Hofmann (CSU) in einer Pressemitteilung verlauten.

Diese Information habe Hofmann am Donnerstag am Rande einer Sitzung des Landtags von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) persönlich erhalten. Die genauen Zahlen würden nachgeliefert, sobald die näheren Einzelheiten schriftlich vorlägen, versprach Hofmann.

Kollege Torsten Glauber (Freie Wähler) freut sich, dass die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) die erforderliche Mindestzahl von 1000 Fahrgästen pro Tag in Forchheim-Nord nun endlich anerkannt habe. "Der Lohn für einen zwei Jahre währenden Kampf", sagt Glauber.
Die Beharrlichkeit habe sich ausgezahlt, zeigt sich der Landtagsabgeordnete erleichtert. Er verrät: In einem Vier Augen Gespräch vor zwei Wochen habe ihm der Geschäftsführer der BEG, Johann Niggl, schon zu verstehen gegeben, dass der zusätzliche Halt Forchheim-Nord "auf einem guten Weg" sei.


Die Zeit drängt

Jetzt müsse es schnell gehen. "Ich werde nun sofort den Antrag stellen, dass der Haltepunkt Forchheim-Nord in das Planfeststellungsverfahren aufgenommen wird", sagt Glauber. Die Deutsche Bahn werde alles daran setzen, dass bis Ende dieses Jahres das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des Streckenabschnittes durch Forchheim abgeschlossen ist. Danach gelten nämlich verschärftere Grenzwerte, was die Lärmbelastung anbetrifft.

Auch Michael Hofmann hält es für zwingend notwendig, dass nun die notwendigen Finanzmittel im Haushalt bereit gestellt werden, damit die weitere Planung zügig vorangetrieben werden könne.

Die notwendigen Gespräche mit der Deutschen Bahn und den Projektgesellschaften wegen des neuen Sachstandes müssten umgehend geführt werden, fordert Hofmann, der keine Zeit verlieren will. "Ich habe ja Verständnis dafür, dass es nicht nur darum geht, im Ministerium einen Knopf zu drücken. Aber die Menschen in Forchheim-Nord warten schon lange darauf, dass wir nun endlich einen Haken hinter den S-Bahn-Halt machen können."


Minister gibt Schützenhilfe

Hofmann sieht in Joachim Herrmann aber einen Fürsprecher dieses Projektes, der nicht erst noch überzeugt werden müsse. Der Innenminister aus Erlangen werde sich dafür einsetzen, dass der S-Bahn-Halt Forchheim-Nord in die Planungen für den viergleisigen Ausbau zwischen Forchheim und Bamberg mit aufgenommen wird.
Ein dickes Lob sprachen Michael Hofmann (CSU) und Torsten Glauber (FW) dem Landratsamt, den Schulfamilien in Forchheim-Nord und dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) aus: Sie alle hätten mit den Zählungen und ihrer Mitarbeit dazu beigetragen, dass das leidige Thema um die Anerkennung der Ein- und Aussteiger nun ein Ende hat. Es sei richtig gewesen, in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten auf eine erneute Zählung zu setzen. "Jetzt können wir berechtigt darauf hoffen, dass die BEG auch hinter der Maßnahme S-Bahn-Halt Forchheim-Nord steht und sich in Zukunft ebenfalls dafür stark macht", erklärt Hofmann.

Otwin Schneider, Sprecher der Bürgerinitiative, die in vielen Stunden Unterschriften gesammelt hatten, die maßgeblich dazu beitrugen, dass diese Hürde nun erfolgreich genommen wurde, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.