Wie jedes Jahr wurden die wertvollsten Laubholzstämme aus ganz Ober- und Mittelfranken nach Strullendorf auf den Lagerplatz gefahren. Dort konnten die Prachtstücke von den potenziellen Käufern begutachtet werden, Gebote konnten bis zum Stichtag der Submission (19. Januar) schriftlich eingereicht werden.

Jörg Ermert, Geschäftsführer der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken und Verkaufsleiter, führte die Pretzfelder Wertholz-Submission durch. Er erhielt 27 Gebote für die knapp 300 aufgelegten Werthölzer.

Es gab bemerkenswerte Ergebnisse: Der Durchschnittspreis für die Eiche steigt um über 100 Euro auf 624 Euro je Festmeter. "Das ist bei weitem der höchste Durchschnittserlös für Eiche in der jahrzehntelangen Geschichte der Pretzfelder Submission", beschreibt Ermert den Eichenboom.

Besonders freut sich Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) über den teuersten Stamm der Submission:. Der stammt nämlich aus dem Gemeindewald Kirchehrenbach. Der Eichenstamm, der 4,8 Meter lang und 73 Zentimeter dick ist, brachte stolze 1480 Euro je Festmeter, insgesamt knapp 3000 Euro. Den Stamm hatte der Revierleiter Forstamtsrat Jörg Dettloff vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg (AELF) im Rahmen eines Hiebes im Gemeindewald gemeinsam mit dem Waldausschuss ausgewählt.

Die Organisation der Lieferung der Werthölzer aus der Fränkischen Schweiz übernahm in bewährter Weise die Waldbesitzervereinigung Fränkische Schweiz (WBV). Matthias Kraft, Geschäftsführer der WBV, weist stolz darauf hin, dass die WBV viele herausragende Ergebnisse erzielt habe: "Die Preise für unsere Eschen, Eichen und Bergahorne liegen deutlich über dem Durchschnitt der Submission." Auch der teuerste Bergahorn mit 650 Euro je Festmeter kam aus der Fränkischen Schweiz.

Robinie aus dem Wald des Marktes Pretzfeld

Bemerkenswert ist laut Pressemitteilung des AELF auch eine Robinie aus dem Wald des Marktes Pretzfeld mit einem Erlös von 370 Euro je Festmeter. Eine Edelkastanie aus dem Landkreis Forchheim brachte es auf beachtliche 250 Euro je Festmeter.

Ähnlich erfolgreich verlief die Nadelwertholz-Submission Litzendorf für die Hölzer der WBV Fränkische Schweiz. "Auch die teuerste Fichte mit 412 Euro je Festmeter kam aus unserer WBV.", stellt Matthias Kraft fest.

Auch wenn derzeit der Holzmarkt aufgrund der Käfersituation gestört ist, stellt Ludwig Thiem, Vorsitzender der WBV Fränkische Schweiz, fest: "Wertvolles Holz erzielt auch in der jetzigen Situation herausragende Preise. Das sollte die Waldbesitzer anspornen, ihre Wälder weiter nachhaltig zu pflegen und zu durchforsten, um wertvolle Einzelstämme zu fördern."