Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedete sich "Troubadur" am Donnerstag von Landrat Hermann Ulm (CSU), den der Chor an die Politik verloren habe. Zum Abschied brachte die Formation ihrem Mitsänger aus dem ersten Bass noch zwei Ständchen. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Klosterkirche St. Anton wurde der neue Landkreis-Chef von der Blaskapelle Weingarts, die Ulm dirigieren durfte, im Hof des Landratsamtes empfangen. Danach hat ihn Richard Gügel, das dienstälteste Mitglied des Kreistages, vereidigt.

Regierungspräsident Wilhelm Wenning (CSU), der verriet, dass der neue Forchheimer Landrat mit ihm am 18. Oktober Geburtstag feiert, nannte das neuen Aufgabenfeld Ulms gleichermaßen interessant und abwechslungsreich. Als Aushängeschild des Landkreises müsse Ulm gleichzeitig klare Vorgaben für eine große Zahl von Bediensteten machen.
Zudem gelte es, Anregungen aufzugreifen und Ideen zu verwirklichen.

Zuversicht und Zusammenarbeit

Landrat Ulm ließ keinen Zweifel, dass er mit Optimismus an die neue Aufgabe herangehe, denn: "Der Optimist sieht in jedem Problem eine Chance." Als Leitziel gab er aus, den Landkreis behutsam weiter zu entwickeln. Die angestrebte Zusammenarbeit über Fraktionen und Parteien hinweg bekräftigte Ulm mit dem fränkischen Slogan: "Viel Köpf, viel Sinn."

Viele der Aufgaben, so Ulm, ließen sich nur im gemeinsamen Miteinander von Stad und Land lösen. Für den ländlichen Raum sei eine gedeihliche Entwicklung der Stadt ebenso wichtig wie ein attraktives Umland für die Stadt.

Nach einem Stehempfang wurden Ulms Stellvertreter gewählt. Es sind erstmals drei, nämlich Rosi Kraus (CSU, neu, gewählt mit 66 Prozent) sowie Edgar Büttner (SPD, wie bisher) und Otto Siebenhaar (FW, neu).