Zu einer Mahnwache haben sich am Donnerstagnachmittag etwa 20 Bauern und Landwirte aus dem Landkreis in der Forchheimer Vogelstraße versammelt. Dieser Ort ist nicht zufällig ausgewählt - dort befindet sich das Büro des Bundes Naturschutz (BUND) in der Königstadt. Das Ziel: Flagge zeigen und in den Dialog treten.

Dafür zeigen sich die Forchheimer Vertreter des BUND Axel Schauder und Ulrich Buchholz offen. Buchholz: "Wir sind schon lange im Dialog mit den Landwirten. Nur reden wir heute eben in einer neuen Zusammensetzung." Während drinnen Vertreter der vom Bauernverband unabhängigen Vereinigung "Land schafft Verbindung" mit dem BUND an einem Tisch sitzen, hoffen die Bauern draußen auf Lösungen.

"Die Landwirtschaft ist nicht immer Schuld, wenn es Probleme in der Natur gibt", sagt Thomas Dittrich, Landwirt aus Rüssenbach. Er fordert mehr Wertschätzung für sich und seine Mitstreiter - von der Politik und von der Gesellschaft. Denn: "Ohne Landwirtschaft gäbe es keine Kulturlandschaft." Der Tenor der Anwesenden klingt einhellig: sie fühlen sich gegängelt und zu Unrecht an den Pranger gestellt.

Akuter Auslöser für die Proteste in etlichen deutschen Städten waren die Äußerungen von Bundesumweltministerin Svenja Schulze in der vorigen Woche. Sie attestierte, in der Agrarlandschaft gehe es der Natur besonders schlecht.