So voll, so fröhlich, so bunt ist es wohl selten bei einer Vernissage in den Forchheimer Rathaushallen zugegangen. Das Land Mexiko war zugleich Gast und Gastgeber. Der in Forchheim lebende Mexikaners Marco Antonio Flores und seiner Familie hatte es in die Hand genommen, die mexikanische Künstlerin Araceli Navarro Ramirez und ihre Bilder nach Forchheim zu bringen.

Und viele Landsleute, aber auch Interessierte aus Brasilien, Peru und Chile, die zur Zeit in Franken leben, waren gekommen. Sogar einige Kinder belebten die Szenerie. Flores und der Ehemann von Araceli NavarroRamirez, Leobardo Arreola, haben sich vor knapp 40 Jahren während ihrer beider Studienzeit in Nürnberg kennengelernt.

Die deutsche Jutta Flores lernte ihren Mann in Deutschland kennen, folgte ihm anschließend aber nach Mexiko. Sieben Jahre, in denen auch zwei ihrer heute drei Töchter zur Welt kamen, verbrachten sie dort.
Inzwischen lebt die Familie wieder in Forchheim.

Früchte und Blumen

Die enge Beziehung zu Mexiko, seiner Kultur und Kunst ist der Familie geblieben.
Araceli Navarro Ramirez ist 1953 in Tepatitlan de Morales geboren worden. Nach Abschluss eines Betriebswirtschaftsstudiums und einer zehnjähriger Beschäftigung als Buchhalterin in einem Steuerberatungsunternehmen wandte sie sich der Kunst zu. Ihre Kraft und Zeit widmete sie von nun an der Malerei, dem Bronzeguss, Holzschnitzereien oder der Bildhauerei.

Sie tat das derart erfolgreich, dass Araceli Navarro Ramirez Aufnahme in dem Buch "Maler des Bundesstaates Jalisco" gefunden hat. Ihren Bildern in der Forchheimer Ausstellung merkt man an, dass die Künstlerin sich derzeit besonders mit dem Hyperrealismus beschäftigt. Vor allem Blumen und Früchte sind da zu sehen.

So naturgetreu gemalt, als handele es sich zum Fotografien. Und doch haftet den Farben, dem Wechselspiel von Licht und Schatten oft etwas Verträumtes und Magisches an. Immer wieder ist es auch die Agave, mexikanische Nationlpflanze, der sich Araceli Navarro Ramirez auf ihren Bildern annähert. Ihre Bilder sind noch bis Sonntag, 27. Juli, in den Forchheimer Rathaushallen zu sehen.