Zwar sei der Neubau des Katharinenspitals "unter Dach und Fach", aber zuletzt habe er nicht nur Freude mit dem Bauwerk gehabt. Das sagte Architekt Thomas Krügel den Stadträten im Stiftungsausschuss. "Einige Firmen haben mir sehr viele Sorgen gemacht. Daher werden wir im Dezember nur mit viel Mühe fertig."

Im Januar sollen die ersten Bewohner in das ehemalige Spital einziehen. Bis dahin gebe es noch reichlich zu tun, sagte Thomas Krügel. Anfang Oktober werden die Gerüste abgebaut, und der Landschaftsbau rund um die Anlage kann beginnen.

Was die städtische Pfründnerstiftung aber mehr umtreibt als die endgültige Fertigstellung in der Bamberger Straße, das ist die Vermarktung des neuen Hauses. Die Reservierung für die 55 barrierefreien Wohnungen läuft immerhin schon drei Jahre. Am Tag der offenen Tür Ende August war das Interesse der Bevölkerung zwar riesig; und im Anschluss seien auch weitere vier Wohnungen reserviert worden, sagt Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD). Dennoch: Erst für 25 der 55 Wohnungen gibt es verbindliche Zusagen.

Wie Pressesprecherin Britta Kurth bestätigt, seien noch in allen Kategorien Wohnungen zu haben, auch sogenannte E-Rolli-Wohnungen. Die Stadt weist auch darauf hin, dass für Menschen, deren Budget für die Miete nicht ausreicht, Zuschüsse über soziale Träger ausgehandelt werden könnten.

Reiner Büttner (SPD) appellierte im Stiftungsausschuss, dass die Stadt konsequent an der Werbung weiterarbeiten müsse. OB Kirschstein wies darauf hin, dass die Stadt bei der Senioren- und Gesundheitsmesse am 14. Oktober (im Klinikum Forchheim) erneut für das Katharinenspital werben werde.

Unabhängig von der Belegung - eine erfreuliche Nachricht gibt es in jedem Fall. Sie betrifft die Finanzierung des rund elf Millionen Euro teuren Projektes. Nachdem 99 Prozent der Aufträge vergeben seien, liege der Bau "im Kostenrahmen", sagt Architekt Kügel. In Zeiten, in denen die Baukosten jährlich um mindestens fünf Prozent steigen, sei dies "eine außergewöhnliche Leistung", lobt Hans-Werner Eisen. Gleichzeitig fordert der CSU-Stadtrat, sofort mit der Sanierung der Spitalkirche weiterzumachen. Dafür stünden 550 000 Euro im Haushalt bereit; zudem habe sich die Bevölkerung bereits an die Baustelle in der Bamberger Straße gewöhnt. OB Uwe Kirschstein (SPD) dagegen nennt Gründe, weshalb die Sanierung der Spitalkirche zurückgestellt werden sollte: "Es steht eine Förderung im Raum." Zudem sollte sich auch die Kirche an dem Projekt beteiligen. "Die Gespräche laufen noch."