Das war Millimeterarbeit. Und eine wackelige Angelegenheit dazu. Ein Hubschrauberpilot nahm rund 700 Kilo schwere neue Bahn-Signale an den Haken und flog sie zu den Montage-Punkten entlang der künftigen ICE-Strecke. Zwischen Bamberg und Forchheim wurden etwa 60 Signale neu gesetzt.
Die besondere Herausforderung: Die an einem 20 Meter langen Metallseil befestigten Signale mussten nahezu millimetergenau auf die vorbereitete Plattform gesetzt werden, so dass die Elemente mit Schrauben befestigt werden konnten. Ein Mitarbeiter des Bodentrupps stand dabei stets per Mikrofon mit dem Hubschrauberpiloten in Verbindung und gab Hinweise zur Positionierung durch. Auch wenn die Signale anfangs noch bedrohlich wackelten: In maximal fünf Minuten waren sie fest verschraubt.
An Stellen, wo Hochspannungsleitungen über den Gleisen verlaufen und ein Hubschraubereinsatz nicht möglich war, wurden die Signale in konventioneller Zweiwegetechnik mit Hilfe eines Montagefahrzeuges, das auf den Schienen fahren kann, aufgestellt. Eine Arbeit, die bedeutend zeit-intensiver war als der Luft-Einsatz.
Die gleiche Millimeterarbeit war an der Eisenbahnbrücke der Kreisstraße FO 2 an der Autobahnausfahrt Baiersdorf-Nord notwendig. Dort wurden 32 Meter lange Beton Fertigteile auf die Brückenfundamente gehoben. Mit Polizeibegleitung wurden die deutlich über hundert Tonnen schweren Brückenelemente angeliefert.
Mit Hilfe eines Schwerlast-Kranes wurden am Karsamstag nach und nach insgesamt zwölf der so genannten "Überbauten" eingehoben. Wie in Zeitlupe schwebten die Kolosse über dem Brückenbauwerk, ehe sie von den Monteuren in die endgültige Position gebracht und schließlich punktgenau abgelegt werden konnten.
Am Forchheimer Bahnhof wurde für den neu errichteten Bahnsteig 3b auf der Ostseite des Bahnhofes die neuen Gleisanlagen errichtet. Von diesem Bahnsteig aus starten bereits ab 24. April die Züge Richtung Ebermannstadt.