Den Bildern der bunten Illustrierten aus den glamourösen Zeiten seiner Ehe mit Barbara Becker entspricht er gar nicht, als Arne Quinze zu Besuch in Forchheim ist. Im schlichten Pullover, die Hände in den Jeans- Taschen, steht der international renommierte Künstler beinahe so als wenn er nicht dazugehört in einer Gruppe dunkelgekleideter Herren. Es sind die Vorstände der Sparkasse und Vertreter des Bauamtes, die mit ihm besprechen, wie sein "Natural Chaos" in die Gestaltung der Grünfläche vor dem Planungs- und Schulungszentrum an der Eisenbahnstraße eingefügt werden soll.
Anschließend empfängt Bürgermeister Franz Streit den Künstler zum Eintrag in das Goldene Buch im Rathaus. Streit freut sich, dass sich der Stadtrat nach intensiven Vorberatungen mit großer Mehrheit für die Skulptur entschieden hatte, die als Geschenk der Sparkasse die Grünfläche an der Eisenbahnstraße aufwerten soll. "Forchheim will damit zum Ausdruck bringen, dass die Stadt nach vorne schaut".


Kleines Tor nach Deutschland

Arne Quinze betont, dass der Auftrag für das sieben Meter hohe Monument gerade noch zur rechten Zeit gekommen sei - denn er habe viele Aufträge auf der ganzen Welt. Aber er bekennt auch, dass Forchheim der rechte Ort für ihn sei: Auch ein kleines Tor sei ein guter Einstieg in die deutsche Kunstlandschaft. Denn: Die Skulptur, die in Forchheim entsteht, ist in der Bundesrepublik seine erste permanente Installation in einem öffentlichen Raum. Sein Ziel seien "Städte wie Freilichtmuseen", betont Quinze und schreibt dies auf Englisch auch ins Goldene Buch der Stadt.


Kunst zum Top-Preis

Über die Summe, die die Sparkasse für ihr Geschenk an die Stadt und die Bürger des Landkreises ausgibt, schweigt des Stifters Höflichkeit. Sparkassenchef Dr. Ewald Maier verrät nur so viel: "Es ist ein Top-Preis".
Gemessen an den 30 größten Monumenten Quinzes sei die Skulptur in Forchheim eher klein. Im kommenden Juni soll sie aufgebaut werden.