Gräfenberg gehört zu den 14 Kommunen, die sich zum interkommunalen Bündnis für die Stadt-Umland-Bahn (Stub) im Schwabachtal zusammengeschlossen haben. Dass Gräfenberg die Stub unterstützt, war von Anfang an klar. Nun sollen alle Kommunen entlang der geplanten Trasse erneut mit ihrer Unterschrift zeigen, dass sie weiterhin hinter dem 1996 gestarteten Projekt stehen. Das Projekt Stub kennt niemand so gut wie Gerhard Förster, der 30 Jahre lang Bürgermeister in Buckenhof (Kreis Erlangen-Höchstadt) war und das Projekt von Anfang an unterstützte. Er war als Referent in die Stadtratssitzung in Gräfenberg gekommen und informierte die Räte umfassend über das Bahnprojekt, von der Entstehungsgeschichte angefangen bis zu den Bürgerentscheiden, die es darüber gab. Der Stub-Ast soll von Erlangen nach Eckental führen und dort auf die Gräfenbergbahn stoßen. Gerade weil der Verkehr zwischen Erlangen und dem Umland deutlich mehr zunimmt als vor einigen Jahren noch gedacht, sei die Stub unumgänglich. Die Kosten-Nutzen-Analyse sei dementsprechend anzupassen. So erhofft man sich auch eine Aufwertung der Bahnlinie. Mit der Stub ergeben sich wertvolle Synergieeffekte, da die Städte Nürnberg, Herzogenaurach und Erlangen direkt mit den Gemeinden im Schwabachtal verbunden wären und mit der Stub der Lückenschluss zum regionalen ÖPNV-System gelinge. So werde die Stub zum Rückgrat des ÖPNV-Angebots, von dem die gesamte Region profitiere. Für den Umwelt- und Klimaschutz sei das Projekt ohnehin wegweisend. Einzig moniert wurde die Dauer der Fertigstellung der Trasse. Diese würde erst 2040 gebaut sein. Matthias Striebich (Grüne) wunderte sich, dass die alte Sekundärbahn (Seku) von Erlangen nach Eschenau im 19. Jahrhundert (in den 1960er-Jahren aufgelöst) in sechs Jahren bereits fertig war, der Bau der Stub trotz technischer Fortschritte 20 Jahre dauern werde. Einstimmig beschloss der Stadtrat den Antrag auf Übernahme der Trägerschaft der Stub im Schwabachtal durch den Landkreis Forchheim.