Die Kinder mit ihren Eltern drücken sich an den Fensterscheiben die Nase platt, um diese eine Szene zu beobachten. Die Dampflokomotive mit ihren Waggons hält zwischen Ebermannstadt und Gasseldorf auf freier Strecke, und der Nikolaus mit seinem himmlischen Gefolge nähert sich winkend zwischen Wiesen und Äckern und mit Schellen läutend dem Zug und steigt schließlich zu.

So auch heuer wieder, als die ersten Nikolausfahrten der "Dampfbahn Fränkische Schweiz" von Ebermannstadt nach Behringersmühle rollten. 13 Fahrten werden über die ersten beiden Adventswochenenden und am Nikolaustag selbst angeboten und diese sind mit 4500 Fahrgästen restlos ausverkauft.

Bei der ersten Fahrt am Samstag waren neben den vielen Kindern und ihren Eltern und Großeltern aus nah und fern auch Mädchen und Buben von der "Jungen Lebensgemeinschaft" (Jule) aus Unterleinleiter dabei. "Jule" ist ein heilpädagogisches Heim für acht Mädchen und Jungen von vier bis 15 Jahren. "Keine heile Welt - aber eine heilende Welt", so der Slogan der Einrichtung. Die Jugendlichen waren von der Dampfbahn Ebermannstadt eingeladen worden und bekamen Päckchengutscheine und Fahrkarten geschenkt. So konnte auch ihnen der Nikolaus beim Durchgang durch die Waggons die liebevoll gepackten Päckchen aushändigen, die sie mit strahlenden Augen entgegennahmen. Ein guter Brauch der Verantwortlichen der Dampfbahn, der schon über viele Jahre gepflegt wird, und so auch bedürftigen Kindern dieses einmalige Erlebnis ermöglicht.