Vor 80 Jahren befand sich Deutschland in einer Weltwirtschaftskrise, die 1929 in den USA eingesetzt hatte. Noch vor der Arbeiterschaft kamen schon ab 1925 die Bauern durch billigere Agrarprodukte aus dem Ausland unter Druck, mussten höhere Steuern und Abgaben verkraften und gerieten durch den Preisverfall ihrer Produkte immer tiefer in eine Schuldenkrise. Zwangsversteigerungen waren die Folge.
In Forchheim berichtete der Bezirksamtvorstand Ernst Recht 1927 an die Regierung, dass sich die Bevölkerung wenig um die Politik kümmere, weil sie "trotz des immer wieder beklagten Geldmangels auch auf dem Lande dem Fasching mit Tanz und Trinkgelagen feiern" müsse. Auf der anderen Seite räumte er ein, dass "in ernsten landwirtschaftlichen Kreisen die Lage der Landwirtschaft geradezu als hoffnungslos" angesehen werde und eine "nahezu verzweifelte Stimmung" herrsche.