Bestnoten haben sich die Stadtwerke Ebermannstadt bei einem bayernweiten Vergleich verdient. Von insgesamt 48 Wasserversorgern erreichte keiner mehr Punkte als der Ebermannstadter.
In der Studie haben Mitarbeiter der Universität der Bundeswehr München die Bereiche Wassergewinnung, Anlagentechnik und Betriebsorganisation von 48 freiwillig teilnehmenden Wasserversorgungs-Unternehmen unter die Lupe genommen. Dabei gab es kaum etwas zu beanstanden. Die Wasserschutzgebiete sind ausgewiesen, entsprechend groß und beschildert, die Fassungsbereiche sind umzäunt und im Besitz der Stadtwerke. Belastungen durch chemische oder mikrobiologische Stoffe, sprich Keime, seien nicht nachweisbar gewesen. Sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte wurden weit unterboten.
Mustergültig präsentierte sich auch die Anlagentechnik. So sind die Quellschüttungen und Brunnen durch Bauwerke gesichert.
Zudem wird die Schüttung regelmäßig überwacht. Die Wasserspeicher sind in mehrere Speicherkammern unterteilt und das Leitungsnetz wird kontinuierlich überwacht.
Bei der Betriebsorganisation gab es gute Noten für Weiterbildung und Management, für die Dokumentation von Kundenbeschwerden und die Kooperation mit Nachbarversorgern, wie der Wiesentgruppe, die bislang alle Ortschaften auf dem Jura, unter anderem Kanndorf, Moggast, Wohlmuthshüll, Burg- und Windischgaillenreuth mit Trinkwasser versorgt.
Auch die Kalkulation wurde geprüft. Das Ergebnis: Seit 1993, also seit über 20 Jahren, liegt der Verkaufspreis für 1000 Liter Trinkwasser bei 1,12 Euro. "Obwohl jedes Jahr in die Anlagen der Wasserversorgung investiert wird und die Personalkosten gestiegen sind", unterstreicht Bürgermeister Franz Josef Kraus (CSU). Er weist auch darauf hin, dass derzeit die Schutzgebietsverordnung überarbeitet werde. "Wir haben schon früh unsere Hausaufgaben gemacht", stellt Kraus fest, der die Leistung auch in einem Beschlussvorschlag würdigt. Darin heißt es: "Der Stadtrat zeigt sich beeindruckt von der Güte der geleisteten Arbeit."