"Mit diesem Bauwerk gelingt es nun, auch den letzten Ortsteil im Gemeindegebiet an die Kläranlage Ebermannstadt anzuschließen" - mit diesen Worten begrüßte Ebermannstadts Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) die Gäste zum Spatenstich in Buckenreuth.

Außerdem trug sie vor, dass man bei der Entsorgung von Abwasser immer an die Besonderheiten des ländlichen Raums angepasste Lösungen suchen müsse, die sowohl den gesetzlichen Bestimmungen des Umweltschutzes genügen als auch den einzelnen Bürger finanziell nicht über Gebühr belasten. "Eine ordnungsgemäße Abwasserentsorgung ist ein aktiver Umweltschutz", sagte Meyer.

Bereits im Jahr 2005 hatte eine Entwässerungsstudie der Stadt Ebermannstadt die Frage aufgeworfen, ob man sich für ein Trenn- oder Mischsystem entscheiden sollte.
"Der Stadtrat entschied sich damals und heute für ein Mischsystem", sagte die Bürgermeisterin. Max Brust vom Ingenieurbüro Weyrauther erklärte, in einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung die beiden Systeme miteinander verglichen worden waren. "


400 000 Euro mehr

Beim Mischsystem werden Regen- und Schmutzwasser in einer Rohrleitung abgeführt. Von dieser Variante war Michael Richter vom Wasserwirtschaftsamt Kronach nicht begeistert. Er bevorzugt ein Trennsystem. Dieses hätte allerdings geschätzte 400 000 Euro mehr gekostet. Für das Projekt muss die Stadt rund eine Million Euro in die Hand nehmen. "Der Spatenstich ist der Beginn eines ersten Bauabschnitts. Ein zweiter und dritter werden folgen, denn die Ortskanäle Wohlmuthshüll und Buckenreuth müssen erneuert werden", sagte Meyer.