Als die Glocken der keinen Kreuzbergkirche "Heilig Kreuz" die große DJK-Wallfahrtsgruppe freudig begrüßten, hielten auch die Kellerbesucher auf den Bierkellern unterhalb der Kirche inne und bestaunten das farbenprächtige Bild. Die Sportler mit ihren großen DJK-Fahnen kamen aus den Vereinen der ganzen Erzdiözese Bamberg nach Hallerndorf, ein Tross mit etwa 400 Frauen, Männern, Jugendlichen und Kindern. Musikalisch auf dem Weg vom Hallerndorfer Sportheim hinauf zum etwa drei Kilometer entfernten Kreuzberg auf der Anhöhe außerhalb der Ortschaft begleiteten die Wallfahrt die "Aischtaler Musikanten". Alfons Nützel vom Hallerndorfer DJK-Sportverein fungierte - wie schon die Jahre zuvor - als Vorbeter. An der Kreuzbergkirche angekommen, hielt Diözesanpräses Helmut Hetzel zusammen mit dem heimischen Pfarrer Matthias Steffel sowie der geistlichen DJK-Bundesbeirätin des Sportverbandes, Elisabeth Keilmann, vor der Kreuzbergkirche unter freiem Himmel einen Gottesdienst. In seiner Predigt ging Hetzel auf eine Bibelstelle ein, in der in einem Gleichnis von törichten und klugen Frauen berichtet wird. Die klugen Frauen waren vorbereitet, die törichten nicht. "Wenn wir Ziele vor Augen haben, müssen wir vorbereitet sein. Im Sport wie im Leben. Im Sport können wir trainieren, sonst werden wir unser Ziel nicht erreichen. Wir bereiten uns also vor. Das ist auch in der Schule so, wir müssen für Prüfungen lernen", riet er dazu, immer vorbereitet und damit klug zu sein. Vorbereitet werden zurzeit auch die Feierlichkeiten zum 100. DJK-Jubiläum. Von den Planungen des Bundesverbandes berichtete die DJK-Bundesbeirätin Elisabeth Keilmann, indem sie auf die drei großen Veranstaltungen im nächsten Jahr - ein europäisches Jugendfußballturnier, den Festakt in Würzburg und die Bundeswallfahrt im Oktober in Bamberg - hinwies. "Eins vor Hundert!" war demzufolge das Motto der Sportlerwallfahrt, die vom DJK-Diözesanverband Bamberg seit 1985 ausgerichtet wird. In der Bamberger Diözese gibt es den DJK-Verband seit 1950, er feiert also im nächsten Jahr sein 70-jähriges Bestehen. Der christlich-wertorientierte Verband stellt beim Sport nicht die Siege in den Mittelpunkt, sondern die Menschen. "Leistung ist natürlich gut, aber sie muss fair und menschenwürdig erbracht sein", erklärte der DJK-Diözesanverbandsvorsitzende Matthias Distler aus Erlangen. Die Sportlerwallfahrt ist dabei ein fester Bestandteil der jährlichen Veranstaltungen. Sie fand bereits zum sechsten Mal in Kooperation mit dem Forchheimer Kreisverband des Bayerischen Landessportverbandes statt. Diözesanpräses Helmut Hetzel gedachte während des Gottesdienstes auch dem im Mai im Alter von 90 Jahren verstorbenen Ehrendiözesanpräses Hans Wich. Er war 1957 zum Geistlichen Beirat des DJK-Kreisverbandes Bamberg ernannt worden, von 1972 bis 2008 wirkte er als Präses und Geistlicher Beirat des DJK-Diözesanverbandes Bamberg. Viele Initiativen innerhalb der DJK gehen auf sein Engagement zurück. Vor allem die DJK-Sportlerwallfahrt zum Kreuzberg ist seinem Einsatz zu verdanken. Hans Wich prägte und verkörperte die DJK in der Erzdiözese Bamberg über Jahrzehnte wie kein anderer. Vielen Menschen galt er als "der Sportprälat".