3000 Forchheimer über 80 Jahre - von 7600 im gesamten Landkreis - sind im Impfzentrum Forchheim bereits geimpft worden. Rund 300 Menschen werden im Impfzentrum und von den mobilen Impfteams in Pflegeheimen täglich gegen Corona geimpft.

Wäre mehr Impfstoff vorhanden, könnten die Kapazitäten auf mindestens 500 pro Tag aufgestockt werden, berichtet Sebastian Weiß, Leiter des Impfzentrums Forchheim vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Abgeordnete machen sich ein Bild

Zu Besuch im Impfzentrum waren in dieser Woche nicht nur die Patienten, die ihren Impftermin hatten. Die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Bayreuth/Forchheim (CSU), Silke Launert, ihre Kollegen Lisa Badum (Grüne), Anette Kramme, Andreas Schwarz (beide SPD) sowie Landrat Hermann Ulm und seine Stellvertreterin Rosi Kraus (beide CSU) informierten sich vor Ort über das Impfzentrum.

Der Leiter des Impfzentrums, Sebastian Weiß, und der Geschäftsführer des ASB, Sebastian Beetz, beantworteten Fragen und erläuterten den Ablauf. Der Musterprogrammablauf für Impfzentren funktioniere gut, das Team habe ihn aber an die Gegebenheiten vor Ort angepasst.

Die Patienten kommen zum angegebenen Termin ins Impfzentrum. Dort werden zunächst alle Daten erfasst, nachdem sich der Patient mit einem Ausweisdokument ausgewiesen hat. Nach der vollständigen Erfassung durch eine medizinische Fachangestellte, einer Anamnese über Vorerkrankungen und den Gesundheitszustand des Patienten kann der Arzt impfen. Nach etwa einer halben Stunde, die der Geimpfte zur Nachbeobachtung bleiben muss, kann er wieder nach Hause.

"Bei der zweiten Impfung geht das alles schneller", sagt Weiß. Die Aufklärung und Erfassung der Daten falle weg, da der Patient bereits registriert ist.

Um auch die älteren Menschen im Landkreis impfen zu können, plant der ASB, mobile Impfteams einzusetzen. "Für viele Menschen über 80 aus dem Landkreis ist es schwierig oder nicht möglich, zum Impfzentrum nach Forchheim zu kommen", erklärt der Leiter des Impfzentrums.

Landrat Hermann Ulm wies auf die Zusammenarbeit des ASB mit dem Ärztenetz Ugef (Gesundheit in Franken) - hin. Beide Einrichtungen hatten sich für das Betreiben des Impfzentrums beworben. Durch die Zusammenarbeit könne das Impfzentrum auf einen großen Stamm Ärzte zurückgreifen, sagt Sebastian Weiß. So seien immer genug Ärzte da, auch um die Kapazitäten noch hochzufahren.

Zwei von sieben Zimmern genutzt

Sieben Impfzimmer stehen im Impfzentrum Forchheim zur Verfügung, zwei davon sind barrierefrei zugänglich. Genutzt werden derzeit aber nur zwei.

Die Bundestagsabgeordneten durften sich ein Bild vom Ablauf machen und einen Patienten bei seiner Impfung begleiten. Silke Launert war laut eigener Pressemitteilung beeindruckt von der Organisation. Gleichzeitig bedauert sie, dass es Engpässe bei der Lieferung des Impfstoffes gebe und so wesentlich weniger Forchheimer geimpft werden, als es die Kapazitäten des Teams im Impfzentrum zuließen.