18 Bauplätze sollen im Baugebiet "Dorfäcker" am südlichen Ortsrand von Burk geschaffen werden. Wie die Wohnsiedlung aussehen soll präsentierte Architekt Matthias Schimm den Mitgliedern des Planungsausschusses.

An der Einfahrt zur neuen Siedlung soll die ehemalige B 470 von 7,50 auf 11,25 Meter aufgeweitet werden, so dass eine separate, 3,25 Meter breite Linksabbieger-Spur eingerichtet werden kann.

Entwässert wird das Baugebiet durch einen Kanal an der Ostseite der jetzigen Kreisstraße. Er soll an den Kanal in der Burker Straße angeschlossen werden. Für das Regenwasser wird ebenfalls ein neuer Kanal gebaut, der in einem offenen Graben Richtung Seetal abgeleitet werden soll. Allerdings muss das Wasser vorher in einer Sedimentationsanlage, eine Art Sandfang, behandelt werden. Eine einmalige Reinigung dieser Anlage genüge, erklärte Schimm vom Planungsbüro Miller, Nürnberg, auf Anfrag.

Das Baugebiet soll durch zwei Stichstraßen erschlossen werden. Eine dieser 5,5 Meter breiten Straßen mit Pflasterzeile und Entwässerungsrinne verläuft parallel zur Kreisstraße, die andere macht nach 50 Metern einen Links-Knick und endet in einem Wendehammer mit einem Durchmesser von 18 Metern. Das ganze Baugebiet sei als verkehrsberuhigte Zone konzipiert, erläuterte der Planer.


Erschließung für 570 000 Euro

Die Erschließungskosten bezifferte er auf 570.000 Euro. Davon entfielen 300.000 auf die Binnenerschließung und 230 000 auf die Verbreiterung der Kreisstraße. Die Hochwasser-Ableitung schlägt mit 30 000 Euro zu Buche und für landschaftspflegerische Maßnahmen wie etwa Neuanpflanzungen sind 10 000 Euro eingeplant. Realisiert werden soll die Planung noch in diesem Jahr. Begonnen wird mit dem Kanal, den die Stadtwerke bauen. Dann folgen Straßenausbau und die Erschließung des Areals.

Sechs öffentliche Stellplätze für 18 Neubauten erschienen Stadtrat Holger Lehnard (CSU) zu wenig. Er forderte ein Nachbesserung, der sich Sebastian Körber (FDP) und Joshua Flierl (CSU) anschlossen. Ein paar mehr dürften es schon sein forderten sie, um nicht von vorneherein ein Park-Chaos zu produzieren.


Park Chaos vorprogrammiert?

Bauamtsleiter Gerhard Zedler konterte, dass jeder Haushalt sowieso zwei Stellplätze auf dem eigenen Grund nachweisen müsse. Teilweise seien Doppelgaragen geplant, so dass vier Autos vor den Häusern Platz fänden. Das müsse genügen, fand Heike Schade (FGL).

Reinhold Otzelberger (SPD) kritisierte: "Diese Planung funktioniert nicht." Die Straßenbreite von fünfeinhalb Metern verführe dazu, dass Anwohner und Besucher ihre Autos auf der Straße stehen ließen. Während Uwe Kirschstein fand, die Stellplatzfrage sei eine Sache der künftigen Bewohner pflichtete Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) Reinhold Otzelberger bei. 5,50 Meter sei eine ganz unglückliche Breite, fand Stumpf.

Die Straße ist zu schmal für Parkplätze auf der Fahrbahn, aber sonst zu breit. Herr Otzelberger spricht aus Erfahrung, unterstrich Stumpf. "Das sehen wir in der Meyer-Franken-Straße und in der Rotbrunnenstraße. "Auch dort parken die Leite auf der Fahrbahn und unser Ordnungsamt bekommt die Beschwerden" erklärte Stumpf. Er regte daher an, auf der Grünfläche neben der Einfahrt ins Wohngebiet zusätzlich Stellflächen auszuweisen. Mit zwei Gegenstimmen befürwortete das Gremium die Planung mit dieser Änderung.