Das Feuerwehrhaus war proppenvoll bei der Bürgerversammlung am Montagabend. Standen doch Themen wie das Nutzungskonzept für die Schule und die Anbindung an die B 505 auf der Tagesordnung. Bürgermeister Gerald Brehm (JL) referierte vor den gut hundert Besuchern und beantwortete Fragen.

1.Was wird aus der Schule in Zentbechhofen?
Grundsätzlich stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung für das Gebäude, in dem seit Jahren schon nicht mehr unterrichtet wird.
Brehm erläuterte: Aus Schlüsselau gibt es eine Anfrage, den Bau als ein Café zu nutzen. Auch über die Verwendung für Asylbewerber sei nachgedacht worden. Allerdings sei man zusammen mit Landrat Alexander Tritthart (CSU) zur Erkenntnis gekommen, dass Zentbechhofen relativ dezentral liege mit mangelnder Gelegenheit, Ärzte, Sprachkurse usw. zu erreichen. Ganz ausschließen, dass Asylbewerber ins Schulhaus kommen, wollte Brehm zwar nicht. Aber falls doch, dann in "überschaubarer Anzahl".
Schließlich werde darüber nachgedacht, das Schulgebäude abzureißen und Bauplätze zu schaffen. Eine Altbausanierung in dem energetisch schlecht ausgestatten Gebäude lohne sich nicht.

2. Wie ist die Anbindung an die B 505 geplant?
Aus sechs Varianten habe man sich auf eine geeinigt, die optimale Sichtverhältnisse an den Einmündungen gewährt. Geplant sind sowohl eine Auffahrt mit Beschleunigungsstreifen, sowie eine Abfahrt mit Verzögerungsstreifen. Die Anbindung erfolgt im Wald an die Staatsstraße 2254 zwischen Zentbechhofen und Herrnsdorf im Bereich der Brücke. Zwei bis drei Jahre werde die Umsetzung dauern. Was das Verkehrsaufkommen angeht, erklärte Brehm, dass das insgesamt eher unterdurchschnittlich sei. Allerdings seien überdurchschnittlich viele Lkws auf der B 505 unterwegs. Ob dann der ganze Schwerlastverkehr durch Zentbechhofen fahre, wollten Zuhörer wissen. Da verwies Brehm auf eine Umgehung für Zentbechhofen (am Schopfenweiher), die schon im alten Flächennutzungsplan vorgesehen sei. Grundsätzlich könne man auch über Sperrungen im Ort für den Schwerlastverkehr nachdenken.

3. Wie sieht es in der Zukunft mit Bauland aus?
Die Stadt will im neuen Flächennutzungsplan großzügig Bauland ausweisen. Nicht nur, was Zentbechhofen angehe, sondern auch für Jungenhofen, Förtschwind und Greuth. "Wir wollen den Kindergarten und die Infrastruktur vor Ort dauerhaft erhalten", sagte Brehm. Auch solle es nicht so sein, dass Bauwillige jahrelang warten müssen und sich dann für andere Orte entscheiden. Großzügig die Ausweisung, damit unterm Strich - nach den Einwänden der Träger öffentlicher Belange - auch Bauland übrig bleibe.
Allerdings gab Brehm zu bedenken, dass dann auch die Grundstücksbesitzer mitziehen müssten. Denn derzeit seien noch einige Bauplätze in Zentbechhofen Richtung Jungenhofen ausgewiesen, die aber nicht bebaut würden, weil sie die Besitzer nicht freigeben. Damit könne man bei der Regierung schwer argumentieren, dass man noch mehr Bauland ausweisen möchte. Man müsse darüber nachdenken, bestimmte Parzellen aus dem derzeit gültigen Plan herauszunehmen, damit anderswo Bauland ausgewiesen werden könne.
4.Was kostet die Erweiterung der Kläranlage?
Die Abwässer der nördlichen Ortsteile werden inzwischen nicht mehr in den Klärteichen in Zentbechhofen gereinigt, sondern nach Höchstadt in die moderne Kläranlage gepumpt. Für die Erweiterung müssen 7,3 Millionen Euro aufgebracht werden. Die könnten komplett über Verbesserungsbeiträge, komplett über Gebühren oder in einer Mischvariante gedeckt werden. Die Verwaltung favorisiere laut Brehm die Finanzierung zu 100 Prozent über Gebühren. Dann würde der Abwasserpreis von derzeit 1,84 Euro pro Kubikmeter auf dann 2,10 Euro steigen. "Immer noch moderat und deutlich unter den Preisen von Adelsdorf und Hemhofen", sagte Brehm. Entscheiden muss der Stadtrat.

5. Was war sonst noch Thema?
Der Bürgermeister erläuterte, dass rechts der Straße Richtung Jungenhofen, gegenüber dem Baugebiet, ein Antrag auf Sandabbau vorliege. Brehm betonte, dass dies nicht zu Lasten der Wohnbebauung erfolgen dürfe und fragte in die Runde, ob es dagegen Einwände gäbe. Es gab keine Wortmeldung.
Auch die Fallmeisterei wird demnächst mit schnellem Breitbandanschluss ausgestattet. Ebenso der kleine Höchstadter Ortsteil Mohrhof im Süden. 50 bis 200 MBits werden dann - je nach Lage - zur Verfügung stehen. Kosten dafür liegen bei 1,1 Millionen, 790 000 Euro fließen an Zuschuss.