Wenn es Abend wird, gleicht die Erlanger Friedensmoschee mehrmals in der Woche eher einem Schulhof als einem Ort der Kontemplation und Glaubensbezeugungen. Überall Lachen und Toben, Kinder fetzen die Treppen der zweigeschossigen Moschee rauf und runter. Mittendrin in einem kleinen Raum sitzen vielleicht zehn Flüchtlingskinder mit Birgit Muhammad um einen Tisch, Bücher und Übungsblätter vor sich. "Dass die Flüchtlinge Deutsch lernen, ist das Allerwichtigste", sagt Muhammad.

Drei bis vier Mal in der Woche besucht auch Ehlimann Akbulut die inzwischen 20 Flüchtlingsunterkünfte in Erlangen. Sie schaut dort, woran es den Menschen fehlt , und notiert sich deren Wünsche und Nöte: Die Aufgabe ihres Mannes Sinan ist es, das Gewünschte anschließend zu beschaffen und in die Unterkünfte zu bringen. Es geht um Kleider, Schuhe und Hygieneartikel, vor allem aber um Fahrräder.