"Ein Unikat zum Valentinstag" - so war die Vernissage von Irene Sänger und Friedel Neupauer im "Raum für Kunst" in der Adelsdorfer Goldschmiede Werkstatt von Amelie Weidhaus überschrieben. "Alles ist mit Liebe für Ihre Liebe gefertigt", war der Untertitel der Ausstellung. Über die zahlreichen Gäste, auch aus dem Adelsdorfer Kunstverein, freute sich Weidhaus. "Das Pilotprojekt Raum für Kunst läuft nun schon ein Jahr und wird gut angenommen", ließ sie wissen.

In den Räumen findet man auch die Tonfiguren von Friedel Neupauer. Im regelmäßigen Wechsel werden die Kunstwerke von Mitgliedern des Adelsdorfer Kunstvereins ausgetauscht. Nebenbei kann man natürlich auch die vielen Unikate aus der Schmuckwerkstatt selbst bewundern.


Tonskulpturen

Friedel Neupauers figurativen und abstrakten Tonskulpturen sind schon etwas Besonderes. Der "Bürgermeister" in Ton hat sich eine Krawatte umgebunden und schielt zur gut gebauten Blumenfrau, die recht breit auf einem Regal thront. "Ton wird lebendig in der Skulptur - meist in menschlicher Gestalt. Der Betrachter erkennt das auf seine Weise - Unsichtbares wird sichtbar." Das ist einer der Leitsätze der Röttenbacher Künstlerin. Die Farbgebung der Skulpturen wird durch die Oxidation, die unterschiedlichen Patinas, Temperatur, Gas-, Elektro- und Rakubrand bestimmt.

Irene Sänger aus Neuhaus ist in der Adelsdorfer Kunstszene längst bekannt. Schon als Kind malte sie gerne. "Malen gibt mir sehr viel. Ich kann richtig vom Alltagsstress abschalten, runterfahren und die Seele baumeln lassen." Bei ihren neuesten Werken aus Acryl, Misch- und Spachteltechnik sowie bei den Collagen ist sie neue Wege gegangen. "Ich habe die Harmonie der Farben in Verbindung mit Collagen in Einklang gebracht."