Blockheizkraftwerke (BHKW) sind für eine künftige, umweltfreundliche Energieversorgung ein wichtiger Baustein. Nicht nur mithilfe von Erdwärme, Sonnen- und Windenergie kann man umweltfreundlich Wärme und Strom erzeugen. Ein BHKW hat einen deutlich höheren Nutzungsgrad gegenüber dem herkömmlichen Mischbetrieb aus lokaler Heizung und zentraler Stromversorgung. Zusätzlich kann es sogar noch Energie ins Netz liefern.
"Natürlich setzt dieses System geeignete Abnehmer voraus. Da der Strom auch tagsüber genutzt werden sollte, müssen in einem Gebäude mehrere Menschen wohnen und sich auch am Tag dort aufhalten. Besonders gut geeignet ist das BHKW für Firmen und Geschäfte, die ebenfalls tagsüber ihren Strom selber nutzen und in Überschusszeiten dann den Rest ins Netz einspeisen - ein wichtiges Ziel unserer Regierung", erklärt Handwerksmeister Bruno Mönius vom gleichnamigen Sanitär- und
Heizungsfachbetrieb in Adelsdorf. Dort gibt es seit Anfang des Jahres einen solchen Nutzer: Gerrit Hoppe und André Reitz von der Firma R+H Textilrecycling besitzen seit kurzem ihr eigenes Minikraftwerk und damit produzieren sie nun Strom und Wärme für die Auto-Waschanlage und das Geschäftsgebäude in der Höchstadter Straße in Adelsdorf.
"Dies ist nicht die erste Anlage, die wir installiert haben", sagt der Juniorchef Stefan Mönius, Sanitär- und Heizungsbaumeister und Betriebswirt. "In Memmelsdorf haben wir vor längerer Zeit eine ähnliche Anlage erfolgreich eingebaut."
Das in Adelsdorf eingebaute Kleinkraftwerk besitzt einen langsam laufenden Mehrzylindermotor, der eine große Laufruhe hat, was einen geräuscharmen Betrieb zur Folge hat. Diese Motoren brauchen nämlich keine so großen Schwungmassen wie sie etwa bei einem Ein-Zylinder-BHKW nötig wären. Betrieben werden sie mit Öl oder mit Erdgas, das auch in Adelsdorf angeboten wird.
Der zeitweise zu viel erzeugte Strom kann ins Netz eingespeist werden und so wird sich die Anlage mit der Zeit amortisieren. Fünf Cent pro Kilowattstunde werden an die Betreiber ausbezahlt. "Das Adelsdorfer BHKW hat eine Stromleistung von 7,5 kW/h und eine Wärmeleistung von 15 kW/h", erläutert Stefan Mönius. "Sogar während der gesamten Zeit, in der die Maschinen laufen, kann das Minikraftwerk noch Strom einspeisen - und der Abfall ist dann die Wärme", klärt er auf.
"Ich habe schon vor längerer Zeit von diesen Kleinkraftwerken gelesen und unseren Nachbarn, den Fachmann Bruno Mönius daraufhin angesprochen", erzählt Gerrit Hoppe.
"Kurz vor Weihnachten wurde dieses kleine Kraftwerk dann von der Firma Mönius installiert und es hat bis jetzt schon 8500 kW/h Strom produziert, Wärme geliefert und beachtliche 5000 kW/h ins Netz gespeist", fügt er zufrieden an.