"Wir wussten, dass das kommen wird. Die Frage war nur wann. Und böse sein kann man Herrn Wormser auch nicht sein. Er hat uns all die Jahre rein gelassen, ohne etwas dafür zu verlangen. Wir sind ihm sehr dankbar dafür". Das sagte Manfred Lukasch, der Erste Vorsitzender der Herzogenauracher Krippenbauer.

Überdurchschnittlich viele Besucher waren am letzten Tag gekommen. Die meisten taten dies wegen der Schließung und wollten noch ein letztes Mal kommen. Andere kamen durch Zufall vorbei. So auch Ingeborg Wunderer. "Ich finde es sehr bedauernswert, dass das Museum schließen muss und hoffe, dass neue Räume gefunden werden."

Ähnlich äußerte sich auch die zehnjähirge Nina, die mit ihrer Mutter und Tante gekommen war. Dem Mädchen gefiel die große mechanische Krippe am besten. Die Zukunft dieser Krippe ist noch ungewiss.
"Es kann sein, dass wir diese Krippe wieder abgeben müssen, denn der Erbauer möchte, dass sie der Öffentlichkeit zugänglich ist", sagte Lukasch.

Neue mögliche Räume gäbe es in Höfen, in der dortigen Schule, die jedoch mit 60 Quadratmeter zu klein und auch zu abgelegen sind. "Aber die Hoffnung stirbt zuletzt", meinte der zweite Vorsitzende Werner Heinmann.
Am kommenden Sonntag wird das Krippenmuseum noch einmal für die Vereinsmitglieder öffnen und danach werden die Einpackarbeiten und Abbauarbeiten beginnen. Ob das Museum wieder öffnen kann, bleibt nach wie vor eine offene Frage.