Vom leuchtenden Glühwürmchen bis hin zur angsteinflößenden Krähe waren bei der Tanzaufführung des Röttenbacher Tanzkarussells in der Lohmühlhalle sämtliche Tiere auf der Bühne vertreten.
Die Tänze der Kinder und Jugendlichen waren inhaltlich verknüpft durch das diesjährige Thema "Geisterhaus". Allein und in der Gruppe präsentierten 60 kleine und große Tänzerinnen zwischen vier und 20 Jahren die Inszenierung vor stolzen Eltern, Freunden und Bekannten.


Der Schlüssel zum Glück

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die Mädchen Jule und Feli, die sich vor den Hänseleien der anderen Kinder an ihren Lieblingsort - die Bibliothek - flüchten. Dort finden sie einen alten Brief, der ihnen den "Schlüssel zum Glück" verspricht. Mutig und voller Hoffnung machen sie sich auf den Weg von der Bibliothek in den Wald, wo sie sich nicht nur dunklen Gedanken stellen müssen, sondern auch Hexen, Spinnen und Zombiefeen begegnen. Im Geisterhaus angekommen müssen die beiden schließlich erkennen, dass der Schlüssel, nach dem sie so lange gesucht haben, längst in ihren Händen liegt: ihre Freundschaft.
Die Choreographien, die Einflüsse aus dem Ballett, Modern Dance und Jazzdance vereinen, hat die Leiterin des Tanzkarussells, Birgit Kott, gemeinsam mit ihren Schülern selbst entwickelt.
Das Thema gibt Kott vor, dann werden Ideen rund um Tänze, Musik und Kostüme gesammelt und dann heißt es üben. Eine Saison - das entspricht einem Schuljahr - sind die Tänzer mit dem Einstudieren beschäftigt, ehe der große Auftritt vor der Tür steht. Besonders wichtig ist Kott dabei, dass kein Leistungsdruck aufkommt. "Der Spaß an der Bewegung steht an erster Stelle." Nicht nur das Bühnenbild wurde in kompletter Eigenregie entwickelt, auch alle Kostüme wurden extra für den großen Auftritt von Anita Langer entworfen und genäht.