Oft, wenn die Freiwillige Feuerwehr Uehlfeld zu einem Fest in ihrem Feuerwehrhaus lädt, passiert's: Genau an diesem Tag wird sie noch zu einem Einsatz gerufen. Am Tag der offenen Tür erledigte sich dieser "Fluch" von allein: Das Auto des Vereinsvorsitzenden Werner Stöcker rutschte beim Ausfahren vom Gelände mit dem rechten Vorderreifen in einen Abwassergraben, und schon war ein ungeplanter technischer Hilfeeinsatz nötig.

"Na dann halt zwei Schauübungen statt der geplanten einen", nahm es der amtierende Kommandant Markus Kraft mit Humor. "Schnucki", der Rüstwagen, kam zum Einsatz, ein Hebekissen und ein paar Bretter, und ruckzuck war das Malheur behoben.

Die zahlreichen Gästen verfolgten die Rettungsaktion mit Interesse und gebührender Achtung, ebenso wie die eigentliche Schauübung an einem extra beschafften Schrottauto, bei der ein größerer Einsatz mit Türöffnen, Dachabschneiden und Personenrettung demonstriert wurde.

Selbst betätigen konnten sich die Besucher beim Löschen eines Demonstrationsbrandes - unter allen Sicherheitsvorkehrungen natürlich. "Jeder hat einen Feuerlöscher zuhause" so Kraft. "Doch hat ihn schon mal jemand ausprobiert und abgedrückt? Hier kann man das mal testen." Mit handelsüblichen Feuerlöschern also rückten die Mutigen einem Flüssigkeitsbrand zu Leibe - mit Erfolg.

Eine Führung durch das Feuerwehrhaus informierte interessierte Bürger über Ausrüstung und Aufbau der freiwilligen Rettungskräfte. An einem eigens aufgebauten Stand gab es Informationen über den seit November vergangenen Jahres geplanten Aufbau einer First-Responder-Gruppe, mit der schnelle Hilfe im akuten Notfall gewährleistet werden soll. Ein Sanitätslehrgang hat bereits stattgefunden. Zum endgültigen Entstehen fehlt laut Kraft nur noch das Okay aus den oberen Etagen.

Für die Kinder gab es ein eigenes Programm mit Feuerspritze, Brandhaus und anderen kleinen Aktivitäten.
"Wir wollen die Feuerwehr repräsentieren" so Harald Anger, der die Führung durchs Haus leitete. "Vielleicht gelingt es uns ja, auch neu hinzugezogene Mitbürger, die Interesse an unserer Arbeit haben, jedoch noch keinen persönlichen Kontakt, hier ein wenig anzusprechen." Das Wetter spielte mit, Grillgut sowie Kaffee und Kuchen schmeckten, die "Hundertermarke an Besuchern haben wir, glaub' ich, geknackt", so Kommandant Kraft.