Der Abschied von Trainer Christian Braun und die damit verbundene Ankündigung von Basketball-Abteilungsleiter Olaf Kaddatz-Daßler, das Damenteam nicht mehr in der Regionalliga zu melden, sondern vorerst nur noch in der Bayernliga auf Korbjagd zu gehen, haben für Irritationen gesorgt. Vor allem die Spielerinnen fühlten sich derart vor den Kopf gestoßen, dass ein klärendes Gespräch nötig wurde.

Am Mittwochabend legte der Verein vor versammelter Mannschaft nun noch einmal offen, warum er diesen Schritt macht. Letztlich sehen die Verantwortlichen keine Perspektive mehr in der Regionalliga, da zum einen der weibliche Nachwuchs in Herzogenaurach fehlt und zum anderen der Zuspruch der Zuschauer immer weiter abgenommen hat - womöglich auch deshalb, weil keine Einheimische mehr bei den Shorthorns zu finden ist.
Argumente, denen sich die Spielerinnen nicht verschlossen und aufgrund derer sie die Entscheidung nachvollziehen konnten.

Es gibt kein böses Blut

Wie aus dem Kreise der Mannschaft zu vernehmen war, kam die Aussprache gut an, nachdem die Kommunikation zuvor eher schlecht gewesen war. Vom Rückzug aus der Regionalliga aus der Zeitung zu erfahren, hatten einige der Frauen als Schlag ins Gesicht empfunden. Doch dieser Stein des Anstoßes wurde am Mittwochabend beiseite gerollt. Mannschaft und Verein einigten sich friedlich darauf, künftig getrennte Wege zu gehen - böses Blut gibt es nicht.

Die Shorthorns treten geschlossen bei der TSH aus und versuchen, als ganzes, intaktes Team bei einem anderen Verein unterzukommen. Unbestätigten Gerüchten zufolge gab es Gespräche mit dem Post-SV Nürnberg.