Die Spielvereinigung Heßdorf konnte ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga Mittelfranken 1 nicht nutzen und kam beim Tabellenführer in Kornburg unter die Räder. Der FC Herzogenaurach verpasste es, den FC Stein im Kellerduell abzuschütteln und rutscht auf einen direkten Abstiegsplatz, kann aber noch aus eigener Kraft das rettende Ufer erreichen.

Landesliga Nordwest: FT Schweinfurt - Baiersdorfer SV 0:2

Vor allem Baiersdorfs Schlussmann Jonas Harrer war es zu verdanken, dass die Gäste auch in der Schlussphase noch eine 1:0-Führung verteidigen durften. Gleich drei Mal hinderte Harrer in der zweiten Halbzeit frei auf ihn zulaufende Schweinfurter Spieler daran, den Ausgleich zu erzielen.
"Das war eine überragende Torwartleistung, die er auf dem Platz abgeliefert hat", lobte Wolff, dessen Mannschaft nach dem Seitenwechsel gehörig unter Druck gesetzt wurde. In der ersten Halbzeit bot sich noch ein gänzlich anderes Bild. Baiersdorf war die spielbestimmende Mannschaft und hatte nur Pech, dass Adrian Bayerlein nicht schon nach vier Minuten das 1:0 erzielte.
Dass er es besser kann, zeigte der BSV-Stürmer nur kurze Zeit später, als er den Ball auf der linken Seite mitnahm und aus spitzem Winkel traf (15.). "Das zweite Tor hätte dann vielleicht früher fallen können, jedoch nicht müssen", sagte Wolff angesichts der immer stärker werdenden Gastgeber. "Die haben wirklich alles nach vorn geschmissen." Dadurch ergab sich für die Gäste jedoch Platz für Konter. In der 87. Minute machte sich Enrico Cescutti in Richtung des FT-Gehäuses auf, bediente Bayerlein, der für die Entscheidung sorgte.

Bezirksliga Mittelfranken 1: TSV Kornburg - SpVgg Heßdorf 4:0

Es begann gleich mit einem Aufschrei bei den wenigen mitgereisten Heßdorfer Fans. Die Heimelf schoss an den Innenpfosten, doch stand Pasko im Abseits (4.). Wenig später hätten die Gäste aus Heßdorf in Führung gehen müssen. Erst passte Straub auf Habermann, doch der kam einen Tick zu spät (12.). Nur kurz danach kam Dittl zum Kopfball, der Ball flog schon über den geschlagenen Torwart wurde aber noch von der Linie gekratzt (14.). Der TSV machte es im Gegenzug besser. Nach Vorlage von Pasko traf Dutt zum 1:0 (15.). Danach kam Kornburg immer besser ins Spiel, wobei die Gästeabewehr und Keeper Heinlein Schlimmeres verhinderten. Doch nach 37 Minuten konnten auch sie nichts mehr tun, Pasko erhöhte auf 2:0. Auf der anderen Seite setzte sich Marxer gegen vier Kornburger durch, zielte aber knapp daneben (44.). Als die meisten schon mit dem Halbzeitpfiff rechneten, erhöhte Nowak auf 3:0 (45.).
Nach der Pause versuchten die Heßdorfer, sich noch einmal aufzubäumen und das schier Unmögliche möglich zu machen. Doch leider blieb es nur bei dem Versuch. Denn kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Pasko auf 4:0 (50.). Jetzt war alles Bestreben der Spielvereinigung dahin, aber auch die Heimelf aus Kornburg schien genug zu haben und man meinte, sie spielten jetzt nur noch mit halber Kraft. Auf beiden Seiten gab es nicht mehr wirklich nennenswerte Chancen und so blieb es beim - für die Heßdorfer - sehr traurigen 0:4-Endstand.

Bezirksliga Mittelfranken 1: FC Stein - FC Herzogenaurach 2:0

Im Kellerduell des Tages, das mit zehn Minuten Verspätung startete, weil die Schiedsrichter im Stau gestanden hatten, bekamen die Zuschauer eine verrückte erste Halbzeit zu sehen: Der Gast aus Herzogenaurach war klar besser, hatte acht Riesenchancen und lag zur Pause doch mit 0:2 hinten. Bereits in der 7. Minute hatte Eribol nach einem Befreiungsschlag der Hausherren den heraus eilenden Pumas-Schlussmann zum 1:0 überlupft. Dieser war es auch, der in der 41. Minute auf Sitzmann zurücklegte, der auf 2:0 erhöhte. Dazwischen hatte Stein förmlich um einen Gegentreffer gebettelt. Kapitän Eric Stübing sah für eine Dummheit "Gelb", nachdem er am Keeper schon vorbei war, sich dann aber fallen ließ (17.) und verzog dann zweimal nur um Zentimeter (24., 34.). David Reklin (19.), Kevin Rockwell (22., 33.), Marco Amling (27.) und Michael Thomann (35.) hatten auch kein Glück.
Nach dem Seitenwechsel wollte der FC Stein die Führung rechtfertigen und suchte die Entscheidung. Doch Beckstein scheiterte an Peter und Elibol an der Latte (51.). Das war ein Weckruf für die Pumas, die Lehnert zu einer Faustabwehr zwangen (57.). Dann segelte ein langer Einwurf in die Maschen, doch der Herzogenauracher Jubel wandelte sich schnell in wütenden Protest. Doch niemend hatte den Ball berührt - folgerichtig ging es mit Abstoß weiter. Aber der FC gab sich noch nicht geschlagen: Reinhardt prüfte Lehnert (72.), Kusnyarik zielte zweimal zu hoch, Peetz verpasste knapp und dann stand auch noch der Pfosten im Weg (90.+3) - das Pech blieb den Pumas bis zum Schluss treu.