Dafür wurde das Team von den rund 150 mitgereisten Fans unter den 212 Zuschauern nach der Schlusssirene frenetisch gefeiert. Erfreulich war auch, dass der HEC so stark besetzt wie lange nicht - 17 Spieler waren mit an Bord - nach Oberbayern reiste. Das macht schon jetzt Mut für die Zwischenrunde.

EV Moosburg - Höchstadter EC 3:4

Die Gäste waren vom Start weg das bestimmende Team, auch wenn der Anhang erst mit Verspätung seine Rolle als Anheizer einnehmen konnte. Im Verkehrschaos aus den Autobahnen hatten die Höchstadter Fans nämlich erst mit dem ersten Bully an die Isar gefunden. Der HEC wurde seine Favoritenrolle gerecht, auch wenn er die Überlegenheit zunächst nicht in Tore ummünzen konnte und dann in einen lehrbuchmäßigen Konter lief: Kankovsky ließ den verbliebenen Alligators-Verteidiger im Zusammenspiel mit Gilg aussteigen und Goalie Ronny Glaser beim
1:0 keine Chance (9.).
Doch die Aischgründer hatten postwendend die passende Antwort parat: Eine scharfe Hereingabe von Markus Babinsky brachte Martin Vojcak platziert im kurzen Eck unter. Nur wenige Sekunden später stand Thilo Grau goldrichtig und musste nach präziser Vorarbeit von Richard Stütz und Daniel Jun nur noch den Schläger hinhalten, um die verdiente Höchstadter Führung zu markieren. Auch in der Folge ließen die Panzerechsen den Puck gut laufen und die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Allerdings verpassten es die Aischgründer, die Führung auszubauen.

Doppelte Überzahl hilft

Das rächte sich gleich nach der Pause, als Kankovsky einen schlecht getimten Pass abfing und Göttlicher in Szene setzte, der zum 2:2 traf (21.). Doch Höchstadt ließ sich nicht beirren und blieb dominant, brauchte nach einigen ausgelassenen Möglichkeiten aber eine doppelte Überzahl, um auf die Siegerstraße zurückzufinden: Über Jun und Daniel Sikorski kam die Scheibe zu Ales Kreuzer, der von der blauen Linie erfolgreich war (30.). Der HEC setzte sich nun im Drittel des EV fest, und Jun schloss einen schön vorgetragenen Spielzug über Tomas Urban und Grau zum 2:4 ab. Moosburg blieb über Konter brandgefährlich und wäre durch Göttlicher fast zum Anschlusstreffer gekommen, hätte Glaser nicht so prächtig reagiert (35.). Im Gegenzug hämmerte Kreuzer den Puck an die Latte.

Moosburg zu harmlos

Im Schlussdrittel hätte Patrik Dzemla den Sack um ein Haar zugemacht, doch sein Treffer wurde aufgrund von Torraumabseits nicht anerkannt (43.). Danach leistete sich der Höchstadter EC den Luxus, die Uhr herunterzulaufen zu lassen. Selbst nach dem Anschlusstreffer, der Schnirch nach Vorarbeit von Birk und Gilg gelang (47.), wurden die Gäste nicht nervös. Mussten sie auch nicht, denn der Treffer war im finalen Abschnitt die einzige Chance des Tabellenvorletzten, der es ansonsten nicht mehr verstand, die souveränen Mittelfranken in Verlegenheit zu bringen.

Die Statistik zum Spiel

EV Moosburg - Höchstadter EC 3:4 (1:2, 1:2, 1:0)

EV Moosburg: Tor: Hingel, Cesak; Verteidigung: Ujcik, Krämmer, Korn, Fengler;
Angriff: Göttlicher, Held, Schnirch, Hammer, Birk, Gilg, Kankovsky, Simm, Smolik, Wild, Loidl, Asen, Berndt

Höchstadter EC: Tor: Glaser, Schnierstein; class="artFett">Verteidigung: Stütz/Sikorski, Knaup/Babinsky, Ryzuk/Kaczmarek; Angriff: Jun/Grau/Urban, Vojcak/Dzemla/Kreuzer, Tratz/Lenk/Hiendlmeyer

SR: Marcus Bleier, Klaus Haas, Stefan Schusser
Zuschauer: 212

Tore: 1:0 Kankovsky (9.), 1:1 Vojcak (9.), 1:2 Grau (10.), 2:2 Göttlicher (21.), 2:3 Kreuzer (30.), 2:4 Jun (34.), 3:4 Schnirch (47.)
Strafzeiten: 14 + 10 (Korn) / 14