Gute Nachrichten von der Großbaustelle Kreisverkehr Haundorf. Dort soll schon vor Weihnachten der Verkehr rollen! Diese gute Prognose bekam gestern Landrat Alexander Tritthart (CSU). Und zwar aus dem Mund von Friedrich Geyer, dem Leiter des Sachgebiets Tiefbau beim Landkreis Erlangen-Höchstadt.

"Es läuft alles sehr gut seit dem Spatenstich im Juli. Noch aber bleibt viel zu tun" , meint Geyer. Das Regenrückhaltebecken fehle noch, zudem müssten im südlichen Abschnitt die Fuß- und Radwege geschaffen werden. Doch die Ausmaße des Baus zeichnen sich bereits deutlich ab. Der Kreisverkehr ist angelegt, und wird nun nach und nach mit Kies verfüllt, bevor zu guter Letzt die Teerdecke darüberkommt.

Land zahlt fast zwei Drittel

1,5 Millionen Euro kostet der Bau des Kreisels - mit einem Durchmesser von 30 Metern.
900.000 Euro zahlt der Freistaat, den Rest teilen sich der Kreis (200.000 Euro) und die Stadt Herzogenaurach (400.000 Euro). Tritthart lobt die Lösung bei einem Besuch vor Ort: "Ich habe bislang eigentlich nur Positives von Kreisverkehren gehört. Der Vorteil liegt ja auf der Hand, da dort der Verkehr zügig abgewickelt werden kann, und es auch zu weniger Unfällen kommt."

Vorteil des neuen Kreisverkehrs: Der Herzogenauracher Stadtteil Haundorf wird entlastet. Und für Radfahrer, die beispielsweise Richtung Erlangen unterwegs sind, wird größtmögliche Sicherheit gewährleistet, auch wenn sie kurz am Kreisel stoppen müssen. "Der Kreisverkehr hilft den schwachen Verkehrsteilnehmern wie eben Radlern und Fußgängern", betont Planer Matthias Strunz aus Bamberg.

Geyer ergänzt schmunzelnd: "Als Landkreis bauen wir eben Kreisstraßen mit Kreisverkehren." Mittlerweile existieren schon 13 Stück auf Kreisgebiet. Der Tiefbau-Experte betont die Bedeutung der Haundorfer Spange: "Dort wird der Verkehr in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Derzeit fahren dort schon etwa 7000 Fahrzeuge am Tag."

Tritthart fügt an: "Der Hauptgrund für den Ausbau ist der starke Personalaufbau bei Adidas. Dort sollen schließlich bis zu 3000 neue Arbeitsplätze entstehen. Der Landkreis ist eine wirtschaftsstarke Region, und daher brauchen wir auch eine gute Infrastruktur für unsere Menschen und die Unternehmen."

Aber eine Frage des Landrates bleibt noch unbeantwortet: Denn unklar ist, was den Kreisel bald in der Mitte zieren könnte. Friedrich Geyer deutet nur vage an: "Es gibt schon ein paar Vorstellungen dazu, aber keine endgültige Entscheidung."