Passend zum Thema unterzeichneten der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik und sein Herzogenauracher Amtskollege German Hacker (beide SPD) auf dem Fahrradsattel die Vereinbarung für die gemeinschaftliche Planung der Radschnellverbindung Erlangen-Herzogenaurach.

Die beiden Städte wollen sich die Kosten im Verhältnis 70 (Erlangen) zu 30 (Herzogenaurach) teilen und Erlangen soll die Federführung bei Ausschreibung und Vergabe an ein Planungsbüro innehaben.

Im November 2018 hatten sich die städtischen Gremien mit der weiteren Vorgehensweise zur Realisierung des Trassenkorridors zwischen Herzogenaurach und Erlangen beschäftigt. Der Stadtrat Herzogenaurach hatte damals in seiner Sitzung beschlossen, zusammen mit der Stadt Erlangen die Radschnellverbindung im Bereich des Trassenkorridors im Aurachtal weiterzuverfolgen und in vertiefende Planungen einzusteigen.

Bis zu 3000 Radler pro Tag

Die Vereinbarung regelt die gemeinsame Planung des Streckenabschnitts von Herzogenaurach nach Erlangen. Dabei geht es zunächst um die ersten beiden Leistungsphasen, also die Grundlagenermittlung und die Vorplanung. Für diese beiden Bereiche ist für die Aurachstadt ein Betrag von etwa 95 000 Euro zu tragen. Die Baukosten werden rund 42 Millionen Euro betragen. Der höhere Anteil für die Stadt Erlangen resultiert aus der größeren Streckenlänge der Trasse sowie aus den zu planenden Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerken auf Erlanger Stadtgebiet. Mit Unterzeichnung der Vereinbarung können die beiden Städte jetzt in die Grundstücksverhandlungen einsteigen.

An der Stadtgrenze unweit der Herzogenauracher Stadtgrenze betonten die beiden Bürgermeister, dass der Radschnellweg zwischen Niederndorf und Erlangen-Bruck "kreuzungsfrei" verlaufen wird und damit "Höchstgeschwindigkeit" gefahren werden kann. Dabei kommen den Radlern auch keine Fußgänger in die Quere, denn neben der Trasse wird ein Fußweg verlaufen. Dass der Radweg stark frequentiert wird, war schon beim Pressetermin zu merken, und eine Zählung bei Kriegenbrunn habe jeden Tag bis zu 2500 Radfahrer ergeben. Die Prognose für die nächsten Jahre liegt bei über 3000 Radlern pro Tag.