Ingrid Marktl vom Künstlerstammtisch ist es zu verdanken, dass vier Mal pro Jahr im Röttenbacher Rathaus eine Ausstellung gibt, bei der Künstler aus der Region ihre Werke zeigen können. Bei der Vernissage zur aktuellen Ausstellung dankte ihr Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) für dieses Engagement, begrüßte aber natürlich ganz besonders die beiden Künstlerinnen Ulla Rosensteiner und Aimeé Schenkel Baumüller.
Unter dem Thema "Erinnerungen - Träume" zeigten die beiden Künstlerinnen ihre bunten Werke, welche die vielen Wände in den Fluren des Rathauses schmücken. Aimeé Schenkel Baumüller ist in Südamerika aufgewachsen, in Ecuador, wo sie eine sehr schöne Kindheit verbracht hat. "Menschen, Natur und die farbenfrohe Welt haben mich geprägt", erklärte sie.
"Ich habe erkannt und auch das Bedürfnis gehabt, meine farbenfrohe Sichtweise in den Bildern widerzuspiegeln", fuhr sie fort.
"Wer in Röttenbach lebt, kennt unsere Aimeé", meinte der Bürgermeister schmunzelnd. In seiner Amtsstube hängt bereits ein Bild der Künstlerin und darauf ist er sehr stolz. "Ich versuche, meine positive Aura weiter zu geben, um die Menschen glücklich zu machen", erklärte Aimeé. "Sie sollen nicht vergessen, dass Träume auch in Erfüllung gehen", betonte sie. Ihre Träume seien schließlich auch wirklich in Erfüllung gegangen.
Ulla Rosensteiners Thema sind die Erinnerungen, die für sie Geschenke der Vergangenheit sind. "Meine Bilder stellen meine Impressionen und Erinnerungen dar." Sie ist in Argentinien aufgewachsen, lebte in Venezuela und Thailand. "Ich bin von vielen Eindrücken geprägt worden, die ich farbenfroh mit Ölfarben auf die Leinwand bringe."
Neben der ruhigen, unaufdringlichen Musik des Duos "Morgen-Tau" mit Almut und Torsten Uhlemann gab es auch Getränke zum Anstoßen und Gebäck. Seit Beginn der Ausstellungen sorgen immer Schülerinnen der Mittelschule für das leibliche Wohl der Gäste. "Zuerst waren es die Hauswirtschaftsdamen, und als das nicht mehr so gut funktionierte, haben es die Mädchen der jetzigen siebten Klasse, in der ich Kunst unterrichte, übernommen", sagte Lehrerin Inge Opels. Leonie, Franziska und Valbone, drei der vier Mädels, sind begeistert bei der Sache. Sie machen es freiwillig und genießen trotz der Arbeit den Abend.