Die Bergkirchweih ist wie eine Stadt in der Stadt. Rund eine Million Besucher in zwölf Tagen. Rein statistisch ist die Zahl der polizeibekannten Fälle von sexuellen Delikten auf der Bergkirchweih daher tatsächlich eher gering. Das große Aber ist allerdings, dass es nicht um Zahlen gehen darf.

Nein, ganz vermeiden wird man schlimme Taten nie können. Aber der Anspruch muss sein, es zu versuchen. Ob man es "Rettungsinsel" nennt, "Aktion sicherer Berg" oder einfach Notfallhotline, das ist egal. Wenn man sie genug bewirbt, ist solch eine Einrichtung ganz sicher sinnvoll.

Es ist allerdings schade, dass es nicht schon heuer geklappt hat mit der Idee. Dabei muss man sich fragen, warum. Gerade, weil der Antrag ja aus der Fraktion des OBs kam. Dass und wann die Bergkirchweih stattfindet, das sollte bekannt gewesen sein.

Dennoch: Die Stadt scheint ein Problem erkannt zu haben, das schon lange ein Thema ist. Nach Janiks Aussage geht es nicht um Aktionismus oder gar eine Imagekampagne, sondern darum, Hilfe zu leisten. Darum ein wenig Licht ins Dunkel der "Stadt in der Stadt" zu bringen.