Die Polizei hatte in diesem Jahr viel zu tun an Halloween, wenn auch dieses Mal glücklicherweise kaum Überfälle von Horrorclowns zu verzeichnen waren. Nur ein Vorfall ist bekannt: In Buchbrunn trieb einer sein Unwesen.

In Unterfranken gab es für die Polizei weniger zu tun als im vergangenen Jahr - von damals 90 Halloween-bezogenen Einsätzen sank die Zahl auf 63 in diesem Jahr. Manche Einsätze hatten es jedoch in sich: In Oberthulba im Kreis Bad Kissingen versprühten Unbekannte Reizgas während einer Halloween-Party - 29 Menschen wurden verletzt:
In Dittelbrunn hatte ein Rentner offenkundig keine Lust auf Halloween und bedrohte Kinder, die nach Süßigkeiten fragten, mit einer Dekowaffe:
In Münnerstadt erlaubte sich eine 39-Jährige einen schlechten Halloweenscherz: Sie besprühte ein Auto und dessen Fahrer mit Buttersäure:


Halloween: Die Bilanz in Mittelfranken

Insgesamt rückte die mittelfränkische Polizei zu 171 Einsätzen mit Bezug zu Halloween-Feierlichkeiten aus. In diesem Zusammenhang kam es zu 32 Einsätzen wegen Ruhestörungen. In 18 Fällen wurden Sachbeschädigungen zur Anzeige gebracht. Hierbei entstand Gesamtschaden in Höhe von rund 11.000 Euro. Zwölf Personen wurden durch Körperverletzungen leicht verletzt.

Im Nürnberger Osten führte die Polizei in Zusammenarbeit mit dem Jugend- und Ordnungsamt sowie dem Zoll Jugendschutzkontrollen im Bereich des Klingenhofareals durch.

Im Laufe des Abends kam es dort und an der U-Bahn-Haltestelle Herrnhütte zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Jugendgruppen. Hierbei sollte ein 18-Jähriger in Gewahrsam genommen werden, da er immer wieder Passanten anging und zu körperlichen Auseinandersetzungen aufforderte. Der alkoholisierte Mann wurde gegenüber den Polizeibeamten handgreiflich, so dass er zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Ein Polizeibeamter wurde bei der Durchführung der Maßnahme leicht verletzt. Gegen den 18-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung eingeleitet.

Aufgrund der erhöhten Präsenz der Einsatzkräfte entspannte sich die Stimmung vor Ort. Es wurden keine Personen ernsthaft verletzt.

In Herzogenaurach im Landkreis Erlangen-Höchstadt kam es bei einer Halloween-Party zu einer Schlägerei mit etwa 30 Beteiligten - einige wurden dabei verletzt:

In Erlangen ist es den ganzen Tag über zu Sachbeschädigungen gekommen. Teilweise wurden Häuser mit Eiern beworfen, andernorts gar Fenster zerstört:


Polizei-Einsätze zu Halloween in Oberfranken

In Grub am Forst im Landkreis Coburg hoben maskierte Jugendliche Gullydeckel heraus und traten gegen Laternen:
In Forchheim ist es nach einer Halloween-Party zu einem Streit gekommen: Dabei wurde ein 18-Jähriger leicht im Gesicht verletzt:


Deutlich weniger Einsätze für die bayerische Polizei an Halloween

In ganz Bayern lag die Zahl der Einsätze lag nach Angaben der Beamten aber insgesamt deutlich unter der des Vorjahres. Der Großteil der Halloween-Feiern im Freistaat war demnach ruhig und blieb ohne Vorkommnisse.

In München zählte die Polizei 48 Einsätze wegen Halloween (nach 57 im Vorjahr), in Unterfranken waren es 63 (Vorjahr: 90) und in Niederbayern sogar 71.

Im oberpfälzischen Neutraubling (Landkreis Regensburg) bewarfen Unbekannte ein Haus mit Eiern. Die komplette Fassade müsse vermutlich neu gestrichen werden, erklärte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Auch in München flogen Eier auf ein Haus. Die Täter waren laut Polizei vier 15-Jährige, gegen die wegen Sachbeschädigung ermittelt wird.

Neben zu lauten Partys störten sich einige Anwohner auch an Böllern und Feuerwerkskörpern, die in mehreren Fällen gezündet wurden. In Metten (Landkreis Deggendorf) ging nach Polizeiangaben ein 18-Jähriger gegen Mitternacht so unvorsichtig mit einem Feuerwerkskörper um, dass er sich selbst verletzte und ein Auto in Brand setzte. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Schaden am Auto liegt laut Ermittlern bei rund 12.000 Euro.

Für einen fünfjährigen Jungen endete der Halloween-Abend in der Augsburger Kinderklinik. Am frühen Abend hatte er an einer Tür geklingelt, um Süßigkeiten zu sammeln - und der 57-jährige Hausbewohner öffnete. Doch plötzlich wurde dem Mann aus zunächst ungeklärter Ursache schwarz vor Augen. Er verlor das Gleichgewicht, stürzte die fünf Treppen vor seiner Tür herunter und fiel auf den Jungen. Der Fünfjährige verlor kurz das Bewusstsein. Er wurde ohne schwere Verletzungen zur Untersuchung in das Kinderkrankenhaus gebracht. Der 57-jährige Hausbesitzer blieb bei dem Sturz unverletzt. mit dpa