Sie ist fast drei Jahre alt und kam mit dem Down-Syndrom zur Welt. Seit ein paar Monaten geht sie in einen ganz normalen Kindergarten und soll deshalb aus Sicht des Bezirks Oberfranken viel weniger individuelle Förderung benötigen. Die Leistung wurde um 80 Prozent gekürzt.

"Das kommt öfter vor, leider", sagt Rechtsreferentin Ursula Schulz von der Lebenshilfe Bayern. Der Verband für Menschen mit geistiger Behinderung kümmert sich um die Förderung des Mädchens - aber er zieht jetzt nicht nur stellvertretend für die Kleine vors Sozialgericht. Sondern vor allem, um etwas Prinzipielles zu klären: "Es ist ein Musterfall."

Da die bayerische Lebenshilfe ihren Hauptsitz in Erlangen hat, landet der Musterfall am Nürnberger Sozialgericht.