Bürgermeister Hans Beck (Wählerblock Sambach) hätte nie damit gerechnet, dass es ihm gelingt, mit einer Jeans aus Buttenheim im Gepäck auf dem Petersplatz in Rom vor den Papst zu treten und ihm auch noch ein Autogramm abzuluchsen. Da hatte Beck aber seine Rechnung ohne Franziskus gemacht.

Bekannt für seine Nähe zum Volk unterschrieb Papst Franziskus natürlich mit einem wasserfesten Stift auf der blauen Jeans. Die hatte Beck für seinen Buttenheimer Amtskollegen dabei. Jetzt soll sie einen Ehrenplatz im dortigen Levi-Strauss-Museum bekommen.

Hans Beck hatte sich mit einigen weiteren Bürgern aus Pommersfelden der Rom-Pilgerreise der Höchstadter Pfarrei St. Georg angeschlossen. Die knapp 400 Höchstadter saßen am Petersplatz wieder einmal in der ersten Reihe. Beck nahm "als ganz normaler Pilger" mit seiner Ehefrau an der Fahrt teil und war von der Begegnung mit Papst Franziskus tief beeindruckt. "Ein ganz normaler Mensch mit einem festen Händedruck", verriet Beck dem FT.

Auch Rainer Dippold, der Vorsitzende des Sambacher Orgelbauvereins, nutzte die persönliche Begegnung mit dem Papst, erzählte ihm von der Generalsanierung der Sambacher Kirche und überreichte Franziskus eine CD mit Aufnahmen der letztjährigen Konzerte an der neuen Sambacher Orgel. "Ich hoffe, er legt sie auch mal auf", sagte Dippold im Gespräch mit dem FT. Unterhalten haben sich die beiden Pommersfeldener mit dem Papst übrigens auf Deutsch.

"Die ganze Fahrt war ein Traum", schwärmte Bürgermeister Beck von dem einwöchigen Rom-Aufenthalt zusammen mit den Höchstadter Pilgern - "von Dekan Kilian Kemmer hervorragend organisiert."

Der Höchstadter Geistliche hatte in Rom auch ein klassisches Konzert mit weltberühmten Musikern zu Ehren von Franziskus' Vorgänger Benedikt XVI im Programm. Finanziert durch Spenden von Geschäftsleuten, hatte die Höchstadter Pilgerschar freien Eintritt.

Die Schirmherrschaft hatte der frühere Bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein übernommen, der mit den Höchstadtern nach Rom gereist war.