Adolf Linseis hatte schon geahnt, dass es ein langer Abend wird. "Heute wird es nicht so einfach", begrüßte der 80-jährige, noch sehr rüstige Vorsitzende des Liederkranzes Höchstadt seine Sängerschar und das bewährte Chorleiterteam Irina und Gabriel Konjaev zur Jahreshauptversammlung im Haus der Vereine. "Wir müssen heute einen neuen Vorstand wählen und das wird schwer", fuhr er fort.
Und so war es auch. Erst nach langen, intensiven Debatten, Absagen und viel Überredungskunst war eine Führungsmannschaft gefunden. Adolf Linseis bleibt noch einmal an der Spitze, weil sich Maria Amtmann am Schluss doch für den Posten des Zweiten Vorsitzenden zur Verfügung stellte, den bisher der gesundheitlich etwas angeschlagenen Karl Dietl inne hatte.
"Ich mache gerne weiter, wenn ich weiß, dass mir ein etwas jüngerer, aktiver Zweiter zur Seite steht und etwas Arbeit abnimmt", meinte der neue und alte Vorsitzende Linseis.
Nach den Ehrungen für treue Mitglieder (siehe Infobox) hörte die Versammlung den Jahresrückblick, der von vielen musikalischen und gesellschaftlichen Ereignissen erzählte. Beim Jubiläum des Musik- und Gesangvereins Adelsdorf wie auch dem der Feuerwehr in Höchstadt waren alle genauso dabei wie bei kirchlichen Festen. Zu runden Geburtstagen wurden Ständerla gesungen und bei drei Konzerten wirkten die Sänger mit, von denen die meisten zwar schon etwas in die Jahre gekommen sind, denen das Singen aber immer noch großen Spaß macht. Im Seniorenheim Etzelskirchen erfreuten sie die Bewohner mit einem Adventssingen und die Eröffnung des Krippenweges in Höchstadt umrahmte der Chor musikalisch.
Irina und Gabriel Konjaev lobten ihre eifrigen und zuverlässigen Sänger. "Wir sind sehr froh, dass Höchstadt so einen Verein hat und dass wir mit euch arbeiten dürfen", erklärte Gabriel Konjaev und seine Frau Irina fügte an: "Wir haben im letzten Jahr das anspruchsvolle Programm sehr gut geschafft. Im Chor herrscht eine tolle Atmosphäre. Macht weiter so."