"Wir haben keine Pläne, unser Logistikzentrum in Höchstadt zu schließen", teilt Lekkerland-Unternehmenssprecherin Verena Schick auf Anfrage des Fränkischen Tags mit.

Unter den rund einhundert Beschäftigten der Höchstadter Niederlassung kursierten seit Wochen Befürchtungen, Arbeitsplätze in Höchstadt oder gar das gesamte Logistikzentrum im Gewerbegebiet Aischpark könnten konzerninternen Umstrukturierungsmaßnahmen zum Opfer fallen.

Zumindest was eine Schließung angeht, sind die Befürchtungen wohl unbegründet. Natürlich prüfe man immer wieder, ob die Logistik des Unternehmens optimal ausgerichtet ist, da sie sich im Wesentlichen an den Anforderungen der Kunden und des Marktes orientiere, heißt es aus der Unternehmenszentrale in Frechen bei Köln. "Danach ist der Standort Höchstadt zur Zeit jedoch gut aufgestellt", schreibt Pressesprecherin Verena Schick.

Veränderungsprozess läuft

Sie räumt ein, dass sich Lekkerland aktuell in einem Veränderungsprozess befinde. So werde das Unternehmen in den nächsten Jahren in neue IT-Technik investieren, die viele Prozesse und Arbeitsabläufe vereinfachen soll. Diese Veränderungen würden das ganze Unternehmen betreffen und damit auch den Logistik-Standort Höchstadt. In welchem Umfang, stehe derzeit aber noch nicht fest. Aktuell würden Gespräche zwischen Lekkerland und dem Betriebsrat laufen.

Pressesprecherin Schick räumt ein, dass "einige Stellen in ihrer heutigen Form nicht mehr benötigt werden". Bis 2017 würden rund 300 der bundesweit etwa 2800 Lekkerland-Arbeitsplätze abgebaut. Gleichzeitig würden aber in anderen Bereichen, wie der telefonischen Kundenbetreuung oder dem Webshop, etwa hundert Stellen neu geschaffen.

Über 12 Milliarden Umsatz

Nach eigenen Angaben beliefert Lekkerland allein in Deutschland mit knapp 330 Lastwagen täglich etwa 58 600 Kioske, Tabakwaren-Fachgeschäfte, Tankstellen-Shops, Getränkefachmärkte, Kaufhäuser, Lebensmittelmärkte, Bäckereien und Kantinen. Der Konzern sieht sich als internationaler Großhändler und hat unter anderem Tabakwaren, Lebensmittel, Getränke und verschiedene elektronische Artikel im Angebot. Der Konzernumsatz lag 2013 bei über zwölf Milliarden Euro.