"Es ist ja fast schon eine Ehre, um diese schöne Fichte herumzulaufen", fand Matthias Mönius, der gemeinsam mit Matthias und Udo Herold das Raustanzen am Sonntagabend im Adelsdorfer Ortsteil koordiniert hat.
Immerhin bringt es der stattliche Baum in diesem Jahr auf stolze 34 Meter und überragt seinen Vorgänger somit um einen Meter. Nachdem die 18 Burschen ihre Partnerinnen abgeholt hatten, war es dem Sieger des vergangenen Jahres vergönnt, das erste Kerwaslied anzustimmen.


Von der Musik unterstützt

In der prallen Sonne stolzierten die Paare mit dem geschmückten Birkenzweig um die Fichte herum und gaben dabei abwechselnd ihre Liedle zum Besten, die bei den zahlreichen Zuschauern für Gelächter sorgten.
Und wenn die Stimme einmal versagte, wussten sich die Kerwasburschen schnell zu helfen, denn neben der Kerwasfichte war extra eine Bierzapfstation aufgebaut worden. Kräftig unterstützt wurden sie außerdem erstmals von der Blaskapelle Zentbechhofen.

Nach 35 Minuten war es dann so weit: Der Wecker schrillte unüberhörbar und machte Philipp Müller und Kathrin Aulinger zum Siegerpärchen. Der Preis waren ein Blumenstrauß für die Dame und ein mit Inschrift versehenes Krügla für den Herrn. Nach der Freude rief aber gleich die Pflicht, denn das Paar musste den ersten Walzer tanzen. Schnell taten es die anderen Kerwasburschen mit ihren Partnerinnen und einige Zuschauer dem Siegerpaar gleich, sodass am Ende doch noch getanzt und nicht nur um den Baum herumgelaufen wurde.
Nach dem Betz'n Raustanzen war aber noch lange nicht Schluss auf der Aascher Kerwa. Viel Zeit zum Ausruhen blieb den Burschen nämlich nicht, denn bereits um 22 Uhr wurde die Hauptstraße für die siebte Aaschparade zur Feiermeile umfunktioniert.

Zwei ortsansässige DJs versorgten die Gäste an drei aufeinanderfolgenden Stationen mit Musik, angefangen beim Gasthof Rittmayer bis hin zur Small Willy's Bar am Festzelt.