In der Sache geht es um einen Neubau eines Stalls, der nach Ansicht des Nachbarn vom Landwirt nicht korrekt errichtet wurde. Das Gebäude, das im Rohbau aus einem schräg verlaufenden Flachdach auf Metallpfeilern besteht, sei höher gebaut als genehmigt und verschatte die Photovoltaikanlage des Nachbarhauses. Dies bedeute finanzielle Einbußen, so der Vorwurf. Zudem scheint ungeklärt, ob der Stall ein Stück weit auf ein angrenzendes gemeindliches Grundstück gebaut werden durfte.

Ortstermin mit Abgeordneten

Zur Klärung hatte der Erbauer des Stalls den Petitionsausschuss des Landtags angerufen. Bei einem Ortstermin hatten sich im April die Landtagsabgeordneten Walter Nussel (CSU) und Alexandra Hiersemann (SPD) sowie Bürgermeister und Behördenvertreter einen Eindruck von der Lage des Streitobjektes gemacht. Es wurde empfohlen sich innerhalb von zwei Monaten untereinander zu einigen

Im Falle eines Scheiterns soll Bürgermeister vermitteln. Bei einem Termin Ende Juni hat Himpel versucht, die Wogen zu glätten. Vergeblich, wie er in der letzten Gemeinderatssitzung informierte. Rund zwei Stunden habe das Gespräch gedauert. "Es ist leider nicht zu einer Einigung gekommen, trotz der Vorschläge aufeinander zuzugehen", sagt Himpel mit hörbarem Bedauern.

Wie es nun weiter geht, ist unklar. Der Stallbesitzer erwägt einen rückwirkenden Bauantrag. Mit dieser sogenannten Tektur kann sich ein Bauherr auch bei schon genehmigten Bauten im Nachhinein Abweichungen erlauben lassen.

Nun sieht es so aus, dass der Stallbesitzer entweder rückbaut oder Gemeinde und Landratsamt die heikle Entscheidung zu treffen haben, ob etwa die Höhe des Gebäudes genehmigt wird. Und natürlich gibt es noch eine dritte Option. Eine gütliche Einigung untereinander wäre natürlich immer noch möglich.