Für viele Herzogenauracher gehört das alljährliche Weihnachtskonzert des Jugendchors in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena am ersten Weihnachtstag inzwischen zum festen Programm. Auch in diesem Jahr begeisterten etwas mehr als eine Stunde Musik und Texte zum Zuhören und Mitsingen die Besucher in der Herzogenauracher Stadtpfarrkirche. Als Gäste hatte Organist Toni Rotter die Männerstimmen der Chorknaben mit elf Stimmen im Tenor und im Bass gewinnen können. Gemeinsam mit diesen gestaltete der Chor ein ansprechendes Weihnachtskonzert. Der gut besuchte Kirchenraum und der lang anhaltende Applaus am Schluss sind als Indiz für die gelungene Aufführung zu werten.

Die Verbindung mit den Ereignissen im Heiligen Land schaffen auch in unserer heutigen Zeit die Schriften des Alten und des Neuen Testamentes. Eingebettet in das Weihnachtsevangelium des Evangelisten Lukas, das Johannesevangelium und die Verheißungen von Jesaia an das Volk Israel wurde den Zuhörern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Unterstützt wurden die Choristen von Toni Rotter am E-Piano, Katharina Ruppert an der Oboe und einem Streicherensemble.

Solistinnen sind Eigengewächse

Ein Höhepunkt des Abends war mit den Solistinnen Marita Goldstein, Katharina Ruppert und Annika Spingler das "Ave Maria". Alle drei sind Eigengewächse der Rotter-Chöre, sie singen in einer der Stimmlagen mit. Aber auch darüber hinaus hat Toni Rotter mit 29 Mädchenstimmen im Sopran und im Alt ein Programm erarbeitet, das größte Hochachtung verdient. Den Beginn machte "Veni Redemptor Gentium" von Helge Jung, das die Chorknaben gefühlvoll sangen, genauso wie "Es ist ein Ros entsprungen" von Michael Praetorius. Danach folgte "Ecce Maria", gesungen durch den Mädchenchor.

Mit den modernen Stücken "A star ist shining tonight" von Tore W. Aas, "Sing joy" von Mark Hayes in der Bearbeitung von Toni Rotter und "Fröhliche Weihnacht überall" in der Bearbeitung von Toni Rotter gelang es den Sängern, die Zuhörer in ihren Bann zu schlagen. Zum Programm gehörte auch "Es blühen die Maien" von Willi Heuser und "Aus der Armut eines Stalles" von Winfried Heurich. Besonders mit "Ding dong merrily on high" konnte der Chor brillieren.

Das Publikum wurde bei den Liedern "Zu Bethlehem geboren", "O du fröhliche" und "Stille Nacht" in die Darbietung miteinbezogen. Dadurch ergab sich ein Wechselgesang zwischen dem Chor und den Zuhörern. Der Chor erwies sich bei allen Stücken als stimmsicher, was sicherlich auf die intensive Stimmbildung von Laura Baxter-Weithaus und Cornelia Schmid zurückzuführen ist.

Das Streicherensemble konnte mit Katharina Ruppert an der Oboe und Toni Rotter am E-Piano mit "Nun ruhe und schlafe" sein wohlklingendes Zusammenspiel hören lassen. Durch die Förderung einzelner Protagonistinnen und ihren gezielten Einsatz für Solistenpartien gelang es Rotter, die Darbietung abwechslungsreich zu gestalten.

Durch den gelungenen Wechsel von Vorträgen des Chores und dem Mitsingen der Zuhörer bestand auch nicht die Gefahr, dass die Programmzusammenstellung in eine schon seit Beginn der Adventszeit übliche Abfolge von Weihnachtsliedern abglitt. Der Auszug der Sänger aus dem verdunkelten Kirchenraum wurde mit Kerzen, die jeder trug, und dem Lied "Shine your light" von Tore W. Aas effektvoll in Szene gesetzt.

Durch ihre Spenden nach dem Abschluss konnten die Besucher nicht nur ihre Akzeptanz für das Konzert kundtun, sondern auch die Arbeit der Kantorei unterstützen.