"Es ist mir ein Anliegen, Menschen zu helfen, denen es nicht so gut geht", meinte Fink zu seinem Engagement. Er habe das Glück gehabt, mit vielen Menschen zusammenzuarbeiten, und keiner der Angefragten habe es abgelehnt, mitzuspielen.

"Dieses Mal gibt es ein Programm. Ich werde in den zwei Teilen etwas erzählen", witzelte Thomas Fink zu Beginn des Konzerts mit abwechslungsreichem Inhalt.

Die erste Hälfte der Veranstaltung bestritt in drei Blöcken eine Kombination von mehreren Musikern. Für die zweite Hälfte hatte sich Thomas Fink zusätzlich zu Manfred "General" Hartlieb am Kontrabass und Rainer Groh am Schlagzeug als Gast Torsten Goods an der Gitarre nach Herzogenaurach holen können. Der hatte in Berlin natürlich längst Semesterbeginn gehabt, konnte aber die Stunden seiner Schüler "verlegen" und dadurch nach Herzogenaurach kommen.
"Ich habe ihn um 5 Uhr am Bahnhof abgeholt", umriss Fink sein persönliches Engagement für das Zustandekommen der Konstellation.

Drei Doktoren am Klavier

Aber auch die der ersten Hälfte des Konzerts mit Andrea Aegerter (Saxophon), Frank Oehler, Stefan Schober (beide Klavier), Manfred "General" Hartlieb (Kontrabass) und Rainer Groh (Schlagzeug) begeisterte die Zuhörer.
Obwohl sie eher wenig Zeit zum gemeinsamen Üben hatten, merkte man es dem Programm nicht an. Vermutlich sind die Musiker ganz einfach so gut. Zu den drei Klaviervirtuosen meinte Fink nur: "Es spielen drei Doktoren am Klavier!" Bekannte Stücke wie "Georgia on my mind" und "Stars fell on Alabaman" waren darunter.

In der zweiten Hälfte merkte man den Akteuren den Spaß am Musizieren an. Aber diese Musik geht nur so gut, wenn man eine passable Rhythmusgruppe im Hintergrund hat, das war sicherlich jedem der Anwesenden klar. Der Spitzname "General" für Manfred Hartlieb wird schon etwas länger geführt, auch wenn beide im Alter nicht weit auseinander sind.

Meist genügte nur eine kurze Absprache zwischen den Akteuren, wenn sie "Lullaby of Birdland" und "Route 66" anstimmten. "Stücke aus der Zeit, als Thomas Fink noch klein war", witzelte er über seinen musikalischen Partner.

Torsten Goods, eigentlich Torsten Gutknecht, war gerne gekommen, um mit Thomas Fink in Herzogenaurach zu musizieren. Schließlich ist es fast seine Heimat, denn er wohnte einige Jahre in Büchenbach.

Der Dank der Organisatoren ging an das Pfarrersehepaar Schürrle als Hausherren. Um die Erlöse möglichst ungeschmälert an die Tafel gehen zu lassen, war der Flügel unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden.
Der Leiter der Tafel, Gerd Müller, erhielt zusätzlich ein Sparschwein, das die Rotary-Damen bei verschiedenen Veranstaltungen gefüllt hatten - zur Unterstützung beim Umzug der Tafel von der Eichelmühlgasse in die Kantstraße.