Was haben Mühlhausen und Heidelberg gemeinsam? Einen "Philosophenweg"! Der so bezeichnete Weg in der mittelfränkischen Ebrachtalgemeinde ist zwar längst nicht so bekannt wie der in der romantischen Stadt am Neckar. Als Teil der Lutherhöhe hat der Bereich jetzt aber gute Chancen, zu einem besonderen Ort zu werden. Wie Bürgermeister Klaus Faatz (CSU) in der Gemeinderatssitzung am Dienstag bekanntgab, ist der LAG-Antrag (Lokale Aktionsgruppe) zur Aufnahme in das Förderprogramm bewilligt worden. Damit ist der Weg frei, den historisch bedeutsamen Scheidingshain auf der Lutherhöhe mithilfe von Finanzmitteln aus dem europäischen Topf aufzuwerten und attraktiver zu machen.

Historischer Baumbestand

2017 anlässlich des Jubiläums "500 Jahre Reformation" rückte der bis dahin etwas unscheinbare Hain wieder richtig in den Fokus. Das war offensichtlich auch der Auslöser für die Gemeindeväter. Im Jahr 1817 hatte man den Scheidingshain aus Anlass des 300. Reformationsjubiläums angelegt. Jetzt ist die Grünanlage auf der Lutherhöhe - ein Knotenpunkt zwischen dem Altort und den neuen Wohnsiedlungen - ein Schatz, den es zu heben gilt.

Mit seinem historischen, zum Teil unter Naturschutz stehenden Baumbestand und durch gestalterische Maßnahmen könnte ein Ort geschaffen werden, der Einheimischen, Gästen und Erholungssuchenden zur Entspannung dient.

Man darf gespannt sein: Eine Höchstadter Landschaftsarchitektin hatte bereits im vergangenen Jahr dem Gremium ihre Vorstellungen dargelegt. Demnach soll sowohl der historische Charakter beibehalten als auch eine zeitgemäße Nutzung herbeigeführt werden. Eine Grünanlage für Körper und Geist mit Spiel- und Bewegungsgeräten schwebt der Landschaftsarchitektin ebenso vor wie Bereiche der Stille.