FrauenaurachAuch wenn es bis zum Osterfest noch einige Zeit dauert, können sich Interessenten im Amtshausschüpfla in Frauenaurach bereits jetzt mit einer Ostereierausstellung darauf einstellen. Die Ausstellung wird heute, Samstag, 4. März, um 11 Uhr eröffnet.

Mit der Ostereierausstellung wollen die Verantwortlichen wieder den Frühling ankündigen und auf das kommende Osterfest einstimmen. "Es wird Frühling! ...und wir sind mitten drin... In jeder Beziehung ein Neubeginn!", lautet das Motto.

Damit wollen die Frauenauracher auch nach den Aufregungen im letzten November - das Museumsgebäude war fälschlicherweise auf die Verkaufsliste städtischer Immobilien gelangt - wieder mit Freude und neuem Mut an die Kulturarbeit in Frauenaurach gehen, wie Jutta Triantafyllidis-Grimm es formuliert.

"Festliches auf Ostereiern. Zum 750. Jubiläum Frauenaurachs", unter diesem Motto steht die Ostereierausstellung im Amtshausschüpfla von Frauenaurach. Zu sehen sind auf den Eiern vor allem Darstellungen aus Frauenaurach, aber auch Blumen, Blüten und Girlanden.

Künstlerisch gestaltete Ostereier aus Deutschland und weiteren Ländern sind in der Ausstellung zu bewundern. Das Zentrum bildet das Logo zum 750. Jubiläum von Frauenaurach mit vielen Ansichten auf Eiern.
In der "Festvitrine" sind aufwendige Stücke zu sehen, Eier mit Dekoration à la Fabergé, aber auch ein Ei aus Bergkristall, das mit Swarovskitechnik belegt ist. Triantafyllidis brachte es aus der Stadt Janina in Nordwest-Griechenland mit an die Aurach.

Andere Hühnereier sind mit Ornamenten gestaltet, die aus Hessen, Ungarn, Rumänien oder von sorbischen Künstlern stammen. Bewundert werden können auch Eier, die im Stil von griechischen Ikonen mit der Gottesmutter Maria oder Erzengeln bemalt sind sowie Eier, die in sogenannter Klostertechnik dekoriert sind.
Den kleinen zerbrechlichen Kunstwerken ist anzusehen, dass der künstlerischen Gestaltung von Eiern praktisch keine Grenzen gesetzt sind. Schon immer beschäftigten sich Menschen mit dem Ei und gestalteten es oder bildeten es in anderen Materialien nach.

Besonders bei Kindern beliebt sind Geschenk-Eier aus Blech oder Pappe, die mit Süßigkeiten gefüllt werden konnten.

Ein Teil der Vitrinen im Frauenauracher Amtshausschüpfla ist mit Motiven aus der Region bestückt. Die Landschaft der Fränkischen Schweiz aber auch Ansichten von Forchheim, Bamberg, Nürnberg, Herzogenaurach und Gößweinstein.

Im deutschsprachigen Raum haben künstlerisch gestaltete Ostereier Tradition. Heidi Haupt organisierte erstmals 1977 in Bern einen Ostermarkt mit Eiern. Das stellte den Anfang für zahlreiche Ausstellungen in Europa dar.
Inzwischen hat es sich in Frauenaurach eingebürgert, dass die Künstler bei der Ausstellung anwesend sind, ihre Werke zeigen, die Techniken erläutern und vorführen.

Eine der ausstellenden Künstlerinnen ist Monika Bürks aus Weimersheim. Sie bringt fränkische "Traumlandschaften" in Aquarellmalerei sowie Tiere und Pflanzen auf die Kalkschalen auf, für sie ist das ein Ausgleich zu ihrer Beschäftigung mit Trachten. Die Vorbilder findet sie in der Umgebung von Weimersheim.
Anita Nagel aus Roßtal gestaltet Eier mit Blumen, Hasen und Dekorativem in Perforationstechnik, aber auch mit Malerei.

Motive aus Frauenaurach, Blumen und fränkische Fachwerkhäuser in Tusche- und Temperamalerei zeigt Jutta Triantafyllidis-Grimm aus Frauenaurach auf den Eiern, die sie selbst kunstvoll gestaltete.

Die Kunstwerke können auch gekauft werden. Ein Teil des Erlöses kommt dem Museum zugute.
In der Museumsküche werden außerdem Ostergebäck und Kaffee zum Verkauf angeboten. Spenden sind immer willkommen.