Die Feier des Weltgebetstags in der St. Otto Kirche stand unter dem Zeichen der Philippinen. Zahlreiche Zahlreiche Herzogenauracherinnen und auch einige Männer nahmen an der Veranstaltung teil, die von Frauen aller Konfessionen getragen wird. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto "Was ist denn Fair?"

Für die Vorbereitung zeichneten Monika Götz, Karola Schürrle, Maria Hertel, Birgit Düthorn, Monika Gumbmann, Anita Welker, Monika Thoma und Anneliese Bittner verantwortlich. Die musikalische Umrahmung im Gottesdienst übernahmen Mitglieder der Otto-Band.

Die Philippinen sind ein Staat aus mehr als 7000 Inseln. Deren Zusammensetzung ist sehr differenziert, es gibt tiefgrüne Urwälder, tropische Riffe und berühmte Reiseterrassen, auf denen das Grundnahrungsmittel der Bevölkerung heranwächst. Ein kleines Tütchen mit Reis konnten die Besucher mit nach Hause nehmen. Die Reiskörner sollen bei der nächsten Zubereitung eines Reisgerichts darunter gemischt werden und dadurch die weltweite Verbundenheit durch den Weltgebetstag symbolisieren.

Aber es gibt auch zerstörerische Naturgewalten wie Vulkane oder Taifune auf den Philippinen. Die Philippinen sind überwiegend römisch katholisch. Dieser Glaube und die Spiritualität prägen die philippinische Kultur und sind im Alltag auch erlebbar. Auf der Insel Mindanao im Süden der Philippinen gibt es eine muslimische Minderheit, die rund fünf Prozent der 100 Millionen Bewohner ausmacht.


Hurra und Willkommen

Im Gottesdienst wurden die Anwesenden mit "Mabuhay" begrüßt, was sowohl "Willkommen" als auch "Hab ein langes Leben", aber auch "Zum Wohl" oder "Hurra" heißen kann. Im Dialog wurde anhand der Lebensschicksale von Frauen auf den Philippinen der Frage nachgegangen, was denn fair ist.

Etwa Merilyn aus Mindanao, die von dem frühen Tod der Mutter durch Krebs und dem Vater erzählt, der in einem Streit um Land erschossen wurde. Sie wollte als Haushaltshilfe ihren Lebensunterhalt verdienen, erhielt aber keinen Lohn und wurde zudem des Diebstahls bezichtigt. Aus diesem Dilemma half ihr ein christlicher Anwalt.
Oder Celia, die als Tagelöhnerin auf einer Zuckerplantage arbeitet, aber davon ihre Familie nicht ernähren kann. Im Osten der Philippinen verlor Editha durch den Taifun Haiyan ihre gesamte Habe und ihren Laden. Diese Einzelschicksale stehen auf den Philippinen für viele.

Das Ziel muss es sein, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, um ein menschenwürdiges Leben für alle zu erreichen.

Nach dem Gottesdienst waren die Teilnehmer in das Pfarrzentrum eingeladen, um zusammensitzen und sich austauschen. Der Saal war mit philippinischen Fahnen dekoriert und das vorbereitete Essen roch verführerisch. Da das Essen mit der Familie für die Menschen auf den Philippinen sehr wichtig ist, gab es Spezialitäten wie Pan de sal (salzig-süße Brötchen), Ukoy (Pfannkuchen mit Belag) oder Empanada, gefüllt mich Hackfleisch. Die Gerichte wurden von den Organisatorinnen zum größten Teil zuhause vorbereitet worden. Außerdem gab es eine breite Palette fair gehandelter Produkte zu kaufen.