Diese Entscheidung gab Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung bekannt.
Das Paar aus dem Lonnerstadter Ortsteil Ailsbach, das zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt worden ist, hatte Strafaufschub wegen Krankheit beantragt. Dem wurde nicht stattgegeben. Das entsprechende Schreiben wurde jetzt per Post verschickt. Das heißt, dass die Verurteilten sich spätestens einen Tag nach Erhalt des Briefes zum Strafvollzug stellen müssen.
Gerhard L. und seine Lebensgefährtin waren verurteilt worden, weil sie dem damals 15-jährigen Sohn der Lebensgefährtin keine Medikamente gegeben hatten, obwohl er an Mukoviszidose erkrankt ist. Dadurch sei er in eine "potenziell lebensbedrohliche Situation" geraten. ew